Politik

Siri-Erfinder stellt neuen Sprachassistenten vor

Lesezeit: 1 min
10.05.2016 10:59
Der Entwickler von Siri hat mit Viv nun einen neuen Sprachassistenten vorgestellt. Das Programm soll deutlich leistungsfähiger sein. Es nimmt mit anderen Diensten Kontakt auf, geht zum Einkaufen und könnte sogar das nächste Essen bestellen.
Siri-Erfinder stellt neuen Sprachassistenten vor

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der Entwickler der Sprachsteuerung Siri will seinem an Apple verkauften Erstling jetzt mit einer weiterentwickelten Software selbst Konkurrenz machen. Dag Kittlaus stellte am späten Montag in New York das Programm Viv vor, das durch gute Spracherkennung und die Verbindung zu zahlreichen Diensten zum universellen Assistenten werden soll, so die dpa.

«Derzeit hat Viv noch keine Stimme, sondern antwortet mit Texten und Bildern auf dem Bildschirm, doch das soll sich noch ändern. Angesprochen wird Viv ausschließlich mit Sprachkommandos, die von simplen Fragen nach der Wettervorhersage bis hin zu komplexen Anforderungen (...) reichen können», berichtet Golem.

Bei einer Demonstration auf der Bühne einer Konferenz des Technologieblogs «TechCrunch» konnte Viv Fragen wie «Wird es an der Golden Gate Bridge übermorgen nach 17.00 Uhr wärmer als 70 Grad Fahrenheit sein?» beantworten. Außerdem erfüllte sie Aufgaben wie «Schicke meiner Mutter Blumen». Die Software sei über einen Zeitraum von vier Jahren entwickelt worden, hieß es.

Weitere Apps wie etwa die der Pizzakette oder des Blumenhändlers müssten nicht installiert werden - Viv spreche die Webdienste direkt an, so das Fachmagazin weiter. Im Vergleich zu Siri sei Viv eine wesentlich offenere Plattform, die Schnittstellen von Dritten berücksichtigen könne. «Das allein macht das System schon wesentlich mächtiger, während Siri bei Fragen, die sie nicht beantworten kann, einfach eine Websuche durchführt.»

Kittlaus hatte Siri 2007 mitgegründet. Die Firma wurde 2010 von Apple gekauft und die Software in iPhone und iPad integriert. Damit war der Konzern ein Vorreiter, inzwischen jedoch setzen auch Google, Microsoft und Amazon massiv auf Sprachassistenten in ihren Diensten und Geräten.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Trumps Energie-Politik wird revidiert: Biden bittet die Saudis um „bezahlbares Öl“

In den USA findet eine Umkehr von bislang herrschenden Dogmen in der Energiepolitik statt.

DWN
Politik
Politik USA kündigen bedingungslosen Abzug aus Afghanistan an

Die USA kündigen an, ihre Truppen bis September aus Afghanistan abzuziehen. Deutschland und die anderen Alliierten müssen mitziehen. Die...

DWN
Politik
Politik Aerosol-Forscher schreiben Brandbrief an Merkel: Ausgangssperren sind absurd und gefährlich

Die von der Bundesregierung per Sondergesetz geplanten Ausgangsbeschränkungen sind kontraproduktiv, sagen Aerosol-Forscher.

DWN
Finanzen
Finanzen Raus ins Grüne: Wie Sie ein Ferienhaus kaufen

Nicht erst zu Zeiten von Corona zieht es viele Menschen ins Grüne – darunter auch den Autor dieses Textes. Im Sommer 2020 hat er sich...

DWN
Politik
Politik Volksgesundheit geht vor: Dänemark verzichtet komplett auf AstraZeneca-Impfstoff

Deutschlands nördlichster Nachbar Dänemark verabschiedet sich als erstes EU-Land komplett vom Einsatz des Corona-Impfstoffes...

DWN
Deutschland
Deutschland Kapazitätsgrenze erreicht: Essener Klinik-Chef warnt vor "Triage vor den Mauern der Krankenhäuser"

Der Chef der Essener Uniklink spricht von einer "Selektion von Zuweisungen."

DWN
Politik
Politik Brückenkopf nach Europa: USA und Russland wollen China in der Ukraine schlagen

Wenn es in der Ukraine zu einer Eskalation kommen sollte, würde dies einen weiteren Schlag gegen die Neue Seidenstraße Chinas nach sich...

DWN
Politik
Politik Kuba läutet das Ende der Castro-Dynastie ein

Der bevorstehende Parteitag wird höchstwahrscheinlich das Ende der Castro-Dynastie einläuten.