Dutzende Migranten nach Revolte aus spanischem Haftzentrum entflohen

Während einer Revolte in einer spanischen Haftanstalt sind 77 Flüchtlinge ohne Aufenthaltserlaubnis ausgebrochen. 28 Personen sind noch immer auf der Flucht.

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Nach einer Revolte sind dutzende Migranten aus einem spanischen Haftzentrum geflohen, berichtet AFP. Von 77 Ausbrechern waren am Donnerstag noch 28 auf der Flucht, wie die Polizei mitteilte. In dem Haftzentrum in Sangonera in der Nähe der südostspanischen Stadt Murcia, in dem insgesamt 127 Ausländer ohne Aufenthaltserlaubnis festgehalten werden, war es am Mittwochabend zu einer Revolte gekommen.

Nach Angaben der Polizei hatte ein Häftling zunächst so getan, als ob er krank sei. Als ein Krankenwagen in den Komplex fuhr, sei dann der Aufstand losgebrochen. Fünf Polizisten wurden demnach leicht verletzt. In den sieben Haftzentren für Flüchtlinge in Spanien wurden im vergangenen Jahr etwa 6500 Menschen festgehalten. Nach Angaben des jesuitischen
Migrantenhilfsdienstes SJM werden übermäßig viele Menschen eingesperrt, die nicht abgeschoben werden können, darunter Minderjährige.

In den Haftzentren sollen überwiegend Flüchtlinge festgehalten werden, die keine
Aufenthaltserlaubnis haben und gegen die ein Verfahren zur Ausweisung läuft. Laut SJM werden aber auch Asylbewerber oder Kranke in den Zentren festgehalten.

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