Tesla will Solar-Dächer bauen, die nicht hässlich sind

Lesezeit: 1 min
30.10.2016 01:25
Tesla-Chef Elon Musk will Solar-Dächer zu Kultobjekten machen. Sollte es ihm gelingen, die aktuell sehr hässlichen Dächer über den Weg des Designs zu verändern, wäre das durchaus verdienstvoll.
Tesla will Solar-Dächer bauen, die nicht hässlich sind
Ein Solardach von Tesla. (Screenshot: Youtube)

Der US-Elektroautohersteller Tesla steigt in das Geschäft mit Solardächern ein. „Die Erderwärmung ist eine ernsthafte Krise und wir müssen etwas dagegen unternehmen“, sagte Tesla-Chef Elon Musk am Freitag bei einer Pressekonferenz in den Universal-Filmstudios in Los Angeles, auf der er verschiedene Häuser mit Solardächern präsentierte.

Solarpanele müssten „genauso attraktiv“ wie Elektroautos werden, sagte der Tesla-Chef, dessen Autos inzwischen von vielen zahlungskräftigen Kunden gefahren werden, darunter auch Hollywood-Stars und Unternehmer aus dem kalifornischen Silicon Valley.

„Das Ziel sind Solardächer, die besser aussehen als ein normales Dach, Strom produzieren, länger halten, eine bessere Isolierung haben und weniger kosten als ein normales Dach und der Strom zusammen“, sagte Musk. Zusammen mit der Ökostromfirma SolarCity strebe Tesla einen Marktanteil von fünf Prozent an. Die ersten Solardächer sollten im Laufe des nächsten Jahres installiert werden.

Die Übernahme von SolarCity durch Tesla ist allerdings noch nicht gesichert. Vereinbart wurde der Kauf für 2,6 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) bereits. Doch mehrere Aktionäre von Tesla klagen dagegen – weil Musk auch an SolarCity beteiligt ist und in den Verwaltungsräten beider Unternehmen sitzt. Die Anteilseigner werfen ihm daher eine Interessensverquickung vor.

Eigentlich sollte die im August vereinbarte Übernahme Ende des Jahres abgeschlossen sein. Durch Klagen von Aktionären wird sich dies aber wohl verzögern.


Mehr zum Thema:  

DWN
Technologie
Technologie Ein Tesla-Unfall erschüttert das Märchen von der umweltfreundlichen E-Mobilität

Ein Unfall eines Tesla-Fahrers in Österreich wirft ernste Fragen für die gesamte Elektroauto-Branche auf. Zuerst musste der Wagen drei...

DWN
Finanzen
Finanzen Solvecon: Die Federal Reserve und das „Pfeifen im Walde“

Die Federal Reserve stellt ihre jüngsten Zinssenkungen als Versicherung gegen mögliche künftige Konjunkturschwächen dar. Man müsse...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Deutschland, Japan, Südkorea: Die Exportweltmeister straucheln in die Krise

Der weltweite Abschwung hat vor allem in den großen Exportländern wie Deutschland, Japan und Südkorea zu einem Einbruch der Konjunktur...

DWN
Finanzen
Finanzen Daimler unter Ola Källenius: Ein Weltkonzern auf dem Rückzug an allen Fronten

Der Daimler-Vorstandsvorsitzende Ola Källenius hat tiefe Einschnitte angekündigt. Die geplanten Maßnahmen lesen sich wie ein Rückzug...

DWN
Deutschland
Deutschland Tesla-Fabrik in Brandenburg: Ihre Insolvenz wäre Deutschlands Segen

Über den geplanten Bau der Giga-Fabrik von Tesla in Brandenburg herrscht großer Jubel. Was kaum jemand bedenkt: Von der Fabrik würde...

DWN
Finanzen
Finanzen Analysen: Weltwirtschaft so schwach wie am Ende der letzten globalen Rezession

Umfragen der wichtigen Datenanbieter Ifo und IHS Markit zeichnen ein düsteres Bild der Weltwirtschaft. Beiden Instituten zufolge befinden...

DWN
Finanzen
Finanzen Verluste deutlich ausgebaut: Die WeWork-Blase platzt

Das Unternehmen WeWork wurde erst von Medien und interessierten Kreisen gefeiert, nun setzt der Kater ein. Statt Gewinnen erwirtschaftet...

DWN
Politik
Politik Bundesregierung beschließt Impfzwang für Kinder, Migranten und Gesundheitspersonal

Die Bundesregierung hat einen Impfzwang für Kinder, Migranten und Angestellten von Asylzentren und Krankenhäusern beschlossen.

DWN
Finanzen
Finanzen Russlands Staatsfonds baut seine Dollar-Anlagen in großem Umfang ab

Russland wird den Anteil von Dollar-Assets in seinem Staatsfonds von aktuell rund 45 Milliarden Dollar deutlich reduzieren. Diese...

DWN
Deutschland
Deutschland Windkraft-Krisengipfel in Hannover: Die Politik steht zwischen Unternehmen, Bürgern und Verbänden

Die Windkraftbranche wird derzeit von Nackenschlägen erschüttert. Am vergangenen Freitag hat Enercon einen massiven Stellenabbau...

DWN
Politik
Politik „Klappe halten“: Frankreichs Eliten streiten um Wiederaufbau von Notre Dame

In Frankreich gibt es unterschiedliche Meinungen darüber, wie die durch ein Feuer zerstörte Kathedrale Notre Dame einmal wieder aussehen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Strom-Klau durch E-Rikscha-Fahrer wird zur Bürde für Indiens Energieversorgung

Indien, das stark unter Smog leidet, treibt die Entwicklung der E-Mobilität voran. Doch es gibt ein großes Problem dabei.

DWN
Politik
Politik China baut Griechenland zum europäischen Brückenkopf der Neuen Seidenstraße auf

Chinas Staatschef Xi Jinping hat während seines Besuches weitere Investitionen in Griechenland angekündigt. Mithilfe der Chinesen stieg...

DWN
Politik
Politik Inspekteur der Deutschen Marine: Um abzuschrecken, müssen wir kämpfen können

Die Deutsche Marine hat entbehrungsreiche Zeiten hinter sich: Jahrzehntelang wurde sie in hohem Maße vernachlässigt und finanziell sowie...

celtra_fin_Interscroller