US-Chaos treibt Anleger in den Schweizer Franken

Die FBI-Ermittlungen gegen Hillary Clinton haben bei vielen Anlegern die Flucht in den sicheren Hafen des Schweizer Franken ausgelöst.

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Das Chaos im US-Wahlkampf hat am Dienstag dem Franken Auftrieb verliehen. Die Schweizer Währung kletterte zum Euro auf den höchsten Stand seit Ende Juni, als das überraschende Brexit-Votum für Turbulenzen gesorgt hatte. Ein Euro kostete am Dienstagabend 1,0782 Franken nach 1,0850 in den Morgenstunden. Auch die „Antikrisen-Währung“ Gold gewann an Wert.

Trump hatte in den jüngsten Wahlumfragen deutlich Boden auf seine Kontrahentin Hillary Clinton gut gemacht. Sie ist nach der wieder hochgekochten Affäre um die Nutzung eines privaten Servers für dienstliche E-Mails unter Druck geraten. Die offenbar ernsten Ermittlungen des FBI verunsichern die Anleger, weil das mögliche Ausmaß der Affäre nicht abzusehen ist.

Clinton steht seit Monaten wegen der Verflechtung von privaten Interessen mit öffentlichen Ämtern unter Beobachtung. 

Die Schweizer Währung gilt als sicherer Hafen und ist daher bei Investoren in unsicheren Zeiten stets gefragt. „Der Franken bleibt deutlich überbewertet“, sagte der Präsident der Schweizerischen Notenbank SNB, Thomas Jordan am Dienstagabend auf einer Veranstaltung in Vevey. Die Währungshüter wollen den Franken schwächen und damit indirekt die Wirtschaft stützen. Denn ein starker Franken macht Schweizer Waren in Europa teuer und bremst damit die Exporte.

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