Rechtsnationale melden Führungsanspruch in der AfD an

Die AfD will mit größerem Spitzenteam in den Bundestagswahlkampf ziehen.

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Die AfD will mit einer aus mehreren Kandidaten bestehenden «Spitzenmannschaft» in den Bundestagswahlkampf gehen. Das habe der Bundesvorstand der Partei am Freitagabend nach kontroversen Diskussionen in Berlin mit großer Mehrheit beschlossen, berichtete Vorstandsmitglied André Poggenburg. Auf die Frage, ob aus seiner Sicht Parteivize Alexander Gauland Teil dieses Teams sein solle, sagte Poggenburg, neben Gauland würde er dort auch den Thüringer AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke sehen – falls dieser kandidieren sollte. Höcke und Poggenburg gehören beide dem rechtsnationalen Flügel der AfD an.

Gauland hatte Parteichefin Frauke Petry vor der Sitzung angeboten, gemeinsam ein Spitzenteam für den Bundestagswahlkampf zu bilden. «Mir geht es darum, ein möglichst breites Spektrum der Strömungen, die in unserer Partei vorhanden sind, abzubilden», sagte er am Donnerstagabend.

Die Frage, wie viele Spitzenkandidaten die AfD letztlich ins Rennen schickt, soll beim Bundesparteitag im April 2017 in Köln entschieden werden. Der Co-Vorsitzende der AfD, Jörg Meuthen, hatte vor einigen Tagen erklärt, er werde nicht für den Bundestag kandidieren. Damit machte er den Weg für eine Spitzenkandidatur der sächsischen Fraktionschefin Petry frei.

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