2.500 Jobs in Gefahr: Bombardier stellt Zug-Produktion bei Berlin ein

Der Bahntechnik-Konzern Bombardier will nach Angaben des Betriebsrats die Produktion von Zügen im größten deutschen Werk weitgehend einstellen.

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Der Bahntechnik-Konzern Bombardier will nach Angaben des Betriebsrats die Produktion von Zügen im größten deutschen Werk weitgehend einstellen. „Die Serienproduktion von Zügen soll Ende 2018 auslaufen“, sagte der Betriebsrat des Werkes Hennigsdorf bei Berlin, Dieter Schöning, am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Werksleitung habe mitgeteilt, dass nur noch Entwicklung, Konstruktion und eventuell der Bau von Prototypen am Standort bleiben sollen. Aber auch Teile davon würden in Billiglohn-Länder verlagert. Für Empörung habe gesorgt, dass keine Zahl der verbleibenden Mitarbeiter genannt wurde. Die solle wohl erst kurz vor Weihnachten bekannt gegeben werden. In Hennigsdorf sind derzeit rund 2500 von insgesamt knapp 10.000 Mitarbeitern in Deutschland beschäftigt. Ein Konzersprecher äußerte sich ebenfalls nicht und machte auch keine Angaben zu Stellenstreichungen in anderen Werken.

Der kanadische Bombardier-Konzern hatte Ende Oktober erklärt, man werde im Zuge des Sparkurses weltweit 7500 Stellen streichen. Davon würden 5000 in der Bahntechnik-Sparte wegfallen, die ihren weltweiten Hauptsitz in Berlin und in Deutschland einen Schwerpunkt hat. Schon im Februar hatte Bombardier in einer ersten Runde 1400 Stellen in Deutschland gestrichen. Bombardier hat neben Hennigsdorf große Werke im sächsischen Görlitz, Kassel und Mannheim. Unter anderem ist die Firma an der ICE-Entwicklung und -Produktion für die Deutsche Bahn beteiligt.

Der Sparkurs von Bombardier war durch eine aus dem Ruder gelaufene Entwicklung eines Regionaljets der Flugzeugsparte ausgelöst worden.

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