Militärkreise: Syrien steht kurz vor dem Sieg in Aleppo

Russland gibt den USA eine Mitschuld an der ISIS-Offensive auf Palmyra. Würden die USA mit Russland kooperieren, könnte ISIS niemals so erfolgreich sein, so der Kreml-Sprecher Dimitri Peskow.

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Die syrische Armee ist nach Angaben eines Militärvertreters kurz davor, ihren Sieg im Kampf um die vollständige Eroberung Aleppos zu erklären. „Wir befinden uns im finalen Moment vor dem Sieg der syrischen Armee im Kampf um Ost-Aleppo“, sagte der Insider am Montagabend der Nachrichtenagentur Reuters. Der Sieg könne jeden Moment erklärt werden. Nach den jüngsten Geländegewinnen der Armee sind die Rebellen und Extremisten auf einem winzigen Gebiet der Stadt zusammengedrängt.

Die syrische Armee hat am Montag das Stadtviertel Scheich Said am südöstlichen Stadtrand von Aleppo befreit, berichtet Reuters und die syrische Nachrichtenagentur SANA. Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, sagte am Montag, dass 96 Prozent des Territoriums von Aleppo befreit worden sei. Aleppo war bis vor kurzem in einen von der Regierung kontrollierten Westen und einen von Söldnern besetzten Osten geteilt. Mitte November startete die Armee eine Großoffensive, um Aleppo vollständig zu befreien. „Die syrische Armee hat in den letzten 24 Stunden fünf weitere Quartiere im östlichen Aleppo befreit (…) Die syrische Regierung kontrolliert also vollständig 96 Prozent des Territoriums von Aleppo, während die Gesamtfläche im östlichen Teil der Stadt, die von militanten Kämpfern gehalten wird, 8,5 Quadratkilometer nicht übersteigt“, zitiert die Tass Konaschenkow.

US-Außenminister John Kerry hatte der Führung in Damaskus am Wochenende bei einer Syrien-Konferenz in Paris Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Aleppo vorgeworfen. Während die syrische Armee in Aleppo vor einem Sieg steht, sollen 200 Kilometer südöstlich die Kämpfe um die Oasenstadt Palmyra wieder aufgeflammt sein. Trotz russischer Luftangriffe gelang es der Terror-Miliz ISIS offenbar, den Ort wieder einzunehmen, berichtet Reuters.

Auch Russland bestätigt, dass ISIS in die antike Stadt eingedrungen sei. „Wir bedauern, dass es uns immer noch nicht gelungen ist, solche aktiven Verbrechen zu verhindern (…) Wir bedauern auch, dass wir noch keine koordinierten Anstrengungen und eine wirkliche Zusammenarbeit mit anderen Ländern haben – vor allem mit den Vereinigten Staaten, die nicht bereit sind, mit uns zusammenzuarbeiten (…) Eine derartige Zusammenarbeit dürfte es uns ermöglichen, ähnliche Angriffe von Terroristen zu vermeiden“, zitiert die Tass den Kreml-Sprecher Dimitri Peskow.

Die Financial Times berichtet, dass ISIS zwei Gasfelder angegriffen habe, die für die syrische Stromerzeugung wichtig seien. Es ist nicht klar, wer jetzt die Kontrolle über diese Gasfelder hat, aber Einwohner in Damaskus sagen, sie leiden unter einem erhöhten Strommangel seit dem Palmyra-Angriff, so das Blatt.

Während die syrische Armee in Aleppo vor einem Sieg steht, sollen 200 Kilometer südöstlich die Kämpfe um die Oasenstadt Palmyra wieder aufgeflammt sein. Trotz russischer Luftangriffe gelang es der Terror-Miliz ISIS offenbar, den Ort wieder einzunehmen, berichtet Reuters.

„Wir bedauern, dass es uns immer noch nicht gelungen ist, solche aktiven Verbrechen zu verhindern (…). Wir bedauern auch, dass wir noch keine koordinierten Anstrengungen und eine wirkliche Zusammenarbeit mit anderen Ländern haben – vor allem mit den Vereinigten Staaten, die nicht bereit sind, mit uns zusammenzuarbeiten (…). Eine derartige Zusammenarbeit dürfte es uns ermöglichen, ähnliche Angriffe von Terroristen zu vermeiden“, zitiert die Tass den Kreml-Sprecher Dimitri Peskow.

Die syrische Armee hat währenddessen am Montag das Stadtviertel Scheich Said am südöstlichen Stadtrand von Aleppo befreit. Damit stehen mittlerweile wieder 90 Prozent der Söldnergebiete im Osten Aleppos unter der Kontrolle Syriens.

Aleppo war bis vor kurzem in einen von der Regierung kontrollierten Westen und einen von Söldnern besetzten Osten geteilt. Mitte November startete die Armee eine Großoffensive, um Aleppo vollständig zu befreien.

US-Außenminister John Kerry hatte der syrischen Regierung am Wochenende bei einer Syrien-Konferenz in Paris Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Aleppo vorgeworfen.

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