Briten haben Milliarden-Puffer für EU-Risiken aufgebaut

Mit einem milliardenschweren Fonds will Großbritannien künftige Engpässe durch den Brexit ausgleichen.

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Der britische Schatzkanzler Philip Hammond plant, einen Fonds von 74 Milliarden US-Dollar aufzubauen, um eventuellen wirtschaftlichen Turbulenzen durch den anstehenden Austritt aus der EU adäquat begegnen zu können. Zu diesem Zeitpunkt Kredite aufzunehmen, um finanziellen Verpflichtungen nachzugehen, noch bevor Großbritannien die EU 2019 verlässt, halte er für rücksichtslos, berichtet die Sunday Times.

Hammond ist bemüht, das Staatsdefizit auszugleichen und warnte vor möglichen Herausforderungen, die der Brexit mit sich bringen könne, so die Nachrichtenagentur Bloomberg. Man solle den Haushalt vorausschauend planen und einen Puffer anlegen. Ständige neue Kredite aufzunehmen, um damit andere große Ausgaben zu finanzieren, sei die völlig falsche Strategie – gerade in Hinblick auf die Zukunft des Landes, so Hammond weiter.

Die gestiegene Inflation, das langsamere Lohnwachstum und geplante Leistungskürzungen halten Organisationen wie das Institute for Fiscal Studies für eine Auswirkung des Referendums im Juni 2016. Es bestehe die Gefahr der Armut – entgegen aller Erwartungen sind bisher jedoch weder wirtschaftliche noch politische Schwierigkeiten aufgetreten.

Um dem entgegen zu wirken, will Hammond durch gezielte Investitionen und eine stabile Wirtschaft, Premierministerin May bei den Brexit-Verhandlungen einen Trumpf in die Hand geben. Der formale Antrag für den Austritt aus der EU soll Ende März gestellt werden.

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