Symantec entdeckt konkrete Hackerangriffe der CIA gegen Europa

Die Softwarefirma Symantec hat herausgefunden, wie die CIA Windows-Nutzer angegriffen hat.

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Mindestens 40 Hackerangriffe in 16 verschiedenen Ländern gehen einer Softwarefirma zufolge wahrscheinlich auf den US-Geheimdienst CIA zurück. Sie stünden mit Hacker-Software im Zusammenhang, die auf dem Enthüllungsportal WikiLeaks veröffentlicht worden sei, erklärte das US-Unternehmen Symantec am Montag in einer Erklärung. Sicherheitsexperte Eric Chien sagte, im Visier hätten auch US-Verbündete in Europa gestanden. Bei allen habe es sich entweder um Behörden oder andere sicherheitsrelevante Ziele gehandelt. Zu den betroffenen Branchen gehörten Finanzen, Telekommunikation, Energie, Luftfahrt, IT, Bildung und Rohstoffe. Um welche Ziele es sich genau handelte, gab Symantec nicht bekannt.

WikiLeaks hatte im März für Aufsehen gesorgt, als es umfangreiche Informationen für Hackerangriffe ins Netz stellte. Dabei soll es sich um eine Bibliothek der CIA handeln. Symantec zufolge wurden die Hackermethoden spätestens 2011 und eventuell sogar schon 2007 entwickelt. Alle nutzten Schwachstellen in der Software und seien ausgelegt, Dateien zu kopieren, nicht aber zu zerstören.

Die CIA selbst ging auf die Analyse von Symantec nicht direkt ein. Eine Sprecherin sagte aber, mit der Veröffentlichung von WikiLeaks erhielten Feinde der USA Möglichkeiten, um den Land zu schaden. Die CIA überwache keine US-Bürger und dürfe dies auch nicht.

Symantec hat die Bedrohungen aufgelistet und bietet Möglichkeiten zur Entfernung an.

Die Bundesregierung hat sich bisher bedeckt gehalten und rät allen Computerbesitzern, sich möglichst selbst zu schützen.

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