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Was passiert, wenn kein Bus kommt

Innerstädtische Verkehrsbetriebe bieten Sammel-Fahrdienste an. Aber auch Taxi-Sharing ist im Kommen.

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Sharing Dienste sind in anderen Ländern schon länger beliebt. (Foto: dpa)

Sharing Dienste sind in anderen Ländern schon länger beliebt. (Foto: dpa)

Um gute Startpositionen zu erreichen müssen Anbieter in Zukunftsfelder investieren. Das Stichwort lautet: „E-Hailing“. Darunter versteht man Fahrdienste, Ride-Sharing und Shuttle-Dienste genannt. Also Fahrdienste, die sich per Smartphone rufen lassen. Digitale und vernetzte Dienstleistungen nehmen in der mobilen Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert ein.

Das ist nun auch beim sogenannten Öffentlichen Personennahverkehr angekommen, kurz: beim ÖPNV. Zum Beispiel plant in Berlin die BVG (Berliner Verkehrsbetriebe, der Name hat sich erhalten aus der ehemals Berliner Verkehrs Aktien-Gesellschaft) ein neues Ride-Sharing. „Fahrgäste, die ein ähnliches Ziel haben, fahren gemeinsam in einem Wagen – zum Beispiel in einem Van oder einem großen Auto“, wie die Berliner Zeitung berichtet.

Neben den gelben BVG-Bussen und Straßenbahnen sollen künftig also auch Autos mit dem BVG-Logo auf den Straßen zu sehen sein. Das neue Ride-Sharing der Berliner Verkehrsbetriebe ist ähnlich wie beim Taxi-Sharing geplant. So ist es zum Beispiel via App möglich, einzelne Sitzplätze zu buchen. Über einen Computer werden die Strecken abgestimmt. Das Programm achtet sogar darauf, dass möglichst viele Sitze in Anspruch genommen werden.

Ursprünglich habe es sogar erste Gespräche mit dem US-amerikanischen Fahrdienstleister Uber gegeben, heißt es in dem Berliner Blatt. Doch das Image von Uber hat in Deutschland deutlich gelitten, da Uber, als es 2014 in Deutschland Fuß fassen wollte, die Gesetze zur Personenbeförderung schlicht umgehen wollte. So brachte die Idee, mit Uber überhaupt zu sprechen der BVG harsche Kritik ein. Ein weiterer Knackpunkt für den neuen Mobilitäts-Service ist, dass kostendeckendes Ride-Sharing in Deutschland derzeit nur mit einer Ausnahmegenehmigung erlaubt ist. Zudem wurde der Vorwurf laut, der ÖPNV mache den Taxibetrieben Konkurrenz.

Die Frage lautet jedoch nicht, ob Fahrgäste auf einen Bus warten, der womöglich nicht kommt und ein Taxi gerufen werden muss, wenn man es eilig hat. Dies entspricht nahezu verstaubtem Denken. Denn in den großen Ballungsräumen der Welt gibt es einen immer stärkeren Trend zur Mobilität auf Abruf. Und der lässt sich nun mal nicht aufhalten.

Taxi-Sharing gibt es in Berlin bereits seit dem letzten Sommer. Sharing Economy lautet die Geschäftsidee. Dahinter steckt auch die Idee, der Taxi-Branche neue Perspektiven zu erschließen. Zunächst wurde für die Berliner Partynächte experimentiert. Denn Nachtbusse fahren oftmals nur in größeren Zeitabständen und auch nicht überall hin.

So entstand der Plan für eine neue Art Fahrgemeinschaft. Die gibt es jedoch auch schon in München, Leipzig, Hamburg und Frankfurt. Dazu benötigt es lediglich eine Smartphone-App, mit der man eine Fahrt für die gewünschte Strecke bucht. Alle Fahrgäste werden an ihren jeweiligen Endzielen abgesetzt. Der Preis zwischen allen geteilt – auch das berechnet eine App. Allerdings gibt es dieses Taxi-Sharing derzeit nur nachts.