Energiekonzern Total steigt bei Gas-Projekt in Russland ein

Der französische Energiekonzern Total investiert in ein großes Erdgas-Projekt in Russland.

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Ein LNG-Tanker in der Arktis im Jahr 2012. Auch Total will nun in den Flüssiggas-Markt einsteigen. (Foto: dpa)

Ein LNG-Tanker in der Arktis im Jahr 2012. (Foto: dpa)

Frankreichs Öl- und Gasriese Total wird sich an einem russischen Flüssiggas-Projekt auf der Gydan-Halbinsel beteiligen. Das berichtete die französische Wirtschaftszeitung La Gazette de l’Economie am Mittwoch in ihrer Printausgabe. „Frankreichs größtes Unternehmen ist dabei, sich am neuen Großprojekt Arctic LNG-2 zur Herstellung von verflüssigtem Erdgas zu beteiligen. Das Projekt wird von der russischen Novatek-Gesellschaft durchgeführt“, so das Blatt. Total hält an Novatek einen Anteil von 19 Prozent. Die beiden Unternehmen sind auch Partner beim Erdgas-Pipelineprojekt Yamal.

Arctic LNG-2 ist nach dem Yamal-Projekt das zweite Novatek-Projekt zur Herstellung von verflüssigtem Erdgas, sogenanntem LNG („liquified natural gas“). Der Bau einer neuen LNG-Erdgasanlage im Rahmen des arktischen LNG-2-Projekts wird voraussichtlich im Jahr 2019 beginnen, während die Produktion im Jahr 2023 gestartet wird, so Boursier.com. Nach Abschluss des Projekts sollen 18 Millionen Tonnen LNG pro Jahr produziert werden. Das Yamal-Projekt hat eine jährliche Produktionsleistung von 16,5 Millionen Tonnen LNG.

Das LNG-2-Projekt soll weitaus günstiger ausfallen als das Yamal-Projekt. Während die Umsetzung des Yamal-Projekts 27 Milliarden Dollar gekostet haben soll, sollen sich die Kosten des LNG-2-Projekts lediglich auf zehn Milliarden Dollar belaufen, berichtet Les Echos.

Die neuesten – besonders auf den Energiebereich zielenden – US-Sanktionen gegen Russland sollen umgangen werden, indem bei dem Projekt ausschließlich russische Technologie zum Einsatz kommen soll.

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