Commerzbank will Blockchain-Technologie einsetzen

Die Commerzbank ist einem Konsortium beigetreten, dass die Blockchain-Technologie in der Finanzbranche etablieren möchte.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Das Foyer der Commerzbank-Zentrale in Frankfurt am Main. (Foto: Boris Roessler/dpa)

Das Foyer der Commerzbank-Zentrale in Frankfurt am Main. (Foto: Boris Roessler/dpa)

Immer mehr Banken wollen durch den Einsatz der Blockchain-Technologie den Papierkram in der Handelsfinanzierung verringern und versprechen sich davon eine schnellere Abwicklung und geringere Kosten. Die Commerzbank, die kanadische Bank of Montreal (BMO), die spanische CaixaBank und die österreichische Erste Group sind dazu einer 2016 gestarteten Initiative des IT-Konzerns IBM und der Schweizer Großbank UBS beigetreten, wie die beteiligten Unternehmen am Mittwoch mitteilten.

Die Plattform mit dem Namen Batavia soll die Abwicklung grenzüberschreitender Transaktionen weitgehend automatisieren und weltweit Unternehmen jeglicher Größe offenstehen. Anfang 2018 sollen erste Pilottransaktionen mit Kunden stattfinden.

Beim Einsatz der Blockchain werden die Verträge in einem unveränderbaren Kontobuch („Ledger“) digital erfasst, das von allen an einer Transaktion teilnehmenden Parteien eingesehen werden kann. So können die Beteiligten Warensendungen von der Auslieferung aus dem Lager bis hin zur Ankunft am Zielort verfolgen und während dieser Prozesse Zahlungen Schritt für Schritt automatisch freigeben. Bisher müssen Handelspartner – Käufer, Verkäufer, deren Banken, Transportunternehmen, Inspektoren und Regulatoren – für eine sichere Abwicklung von Handelsgeschäften umfangreiche papierbasierte Dokumentationen erstellen. Das dauert oft Wochen, ist fehleranfällig und mit Kosten verbunden.

Zahlreiche Banken, Versicherer und Unternehmen experimentieren mit der Blockchain-Technologie, die noch am Anfang steht. Es könnte Jahre dauern, bis sie routinemäßig eingesetzt werden kann. Die Deutsche Bank arbeitet mit sechs weitere Kreditinstituten zusammen, um die Blockchain-Technologie bei der Handelsfinanzierung für kleine und mittelständische Unternehmen einzusetzen. Das Konsortium aus der Deutschen Bank, HSBC, KBC, Natixis, Rabobank, Societe Generale und Unicredit hat IBM im Juni beauftragt, ‎eine entsprechende Blockchain-Plattform aufzubauen und zu betreiben. Die sogenannte „Digital Trade Chain“ soll Ende 2017 eingeführt werden.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***