Tesla-Gründer Musk spricht mit Erdogan über Türkei-Auto

Tesla-Gründer Elon Musk hat die Türkei besucht. Im Fokus der Gespräche standen Kooperationen in der Automobil-Industrie und der Raumfahrt.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Tesla-Gründer Elon Musk und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprechen über ein Türkei-Auto. (Screenshot: Youtube/TRT World)

Tesla-Gründer Elon Musk und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. (Screenshot: Youtube/TRT World)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Mittwoch den Tesla-Chef Elon Musk in Ankara empfangen, berichtet die New York Times. Im Zentrum der Gespräche standen das Projekt der türkischen Regierung, wonach ein türkisches Hybrid-Auto entwickelt werden soll, das Ziel der Türkei, 2020 und 2021 die Satelliten Turksat 5A und Turksat 5B in den Weltraum zu befördern, aber auch die Lösung von Verkehrsproblemen in den türkischen Großstädten.

Der Hürriyet-Journalist für Innovations-Nachrichten, Ersu Ablak, schaut kritisch auf das Treffen zwischen Musk und Erdoğan. In einem Beitrag führt er aus: „Musks Besuch ist nicht ernst zu nehmen. Wir können nicht von Musks Visionen profitieren, weil wir zu weit hinter dem Technologie-Niveau seiner Unternehmen zurückbleiben (…). Uns hatten schon einmal weltweit führende Technologie-Giganten besucht. Bill Gates kam 2005 in die Türkei und es war ein großes Spektakel. Er traf sich nicht nur mit Premier Erdoğan, sondern auch mit vielen einheimischen Geschäftsleuten. Ich habe eine Zeitungsschlagzeile über diesen Besuch gefunden. Dort heißt es, dass Microsoft massiv in die Türkei investieren und dass Gates 4,5 Milliarden Dollar für Kinder-Bildung spenden werde. Soweit ich das beurteilen kann, ist keines dieser Dinge passiert. Wir sind immer noch ein Land, das Produkte von Microsoft kauft (…). Auf jeden Fall brauchen wir keinen Musk, um unsere eigenen Autos zu produzieren! Wir wissen, dass Erdoğan das Thema sehr ernst nimmt. Wenn es bei solchen großen Aufgaben eine starke Führung gibt, ist es immer einfacher, diesen Aufgaben nachzukommen. Was wir wirklich brauchen, sind unsere eigenen Elon Musks”.

Anfang November hatte Erdoğan angekündigt, ein einheimisches Auto-Modell entwickeln zu wollen. Ein Konsortium aus fünf türkischen Firmen soll bis 2012 ein Fahrzeug entwickeln, das vollständig in der Türkei gebaut wird. Zum Konsortium gehören BMC, die Anadolu-Gruppe, Vestel, Turkcell und die Zorlu-Holding.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***