Kunden in Europa wollen das Bargeld nicht aufgeben

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
EU  
Bargeld  
Europa  
 
Lesezeit: 1 min
25.11.2017 17:55
Die Europäer wickeln nach wie vor den allergrößten Teil ihrer Einkäufe mit Bargeld ab.
Kunden in Europa wollen das Bargeld nicht aufgeben

Mehr zum Thema:  
EU > Bargeld > Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
EU  
Bargeld  
Europa  

In der Euro-Zone bleibt Bargeld das mit Abstand meistgenutzte Zahlungsmittel. In der 19-Ländergemeinschaft wurden 2016 vier von fünf Einkäufen bar bezahlt, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht.

Trotz zahlreicher Artikel, die behaupten, dass die bargeldlose Gesellschaft vor der Tür steht, scheint die Nutzung von Bargeld am Einkaufspunkt noch immer in den meisten Euro-Ländern robust zu sein,“ schrieben die Autoren. Nur rund 19 Prozent aller Einkäufe wurden 2016 mittels Karten bezahlt – zwei Prozent mit anderen Zahlungsmethoden wie etwa Schecks.

Besonders beliebt ist das Bezahlen mit Euro-Scheinen und Münzen nach wie vor in Deutschland, Österreich und Slowenien sowie in den südlichen Ländern des Währungsraums. Dort wurden im vergangenen Jahr 80 Prozent aller Einkäufe oder sogar mehr bar beglichen.

Die Niederlande, Estland und Finnland sind laut Studie dagegen beim Bezahlen nicht so stark aufs Bargeld fixiert. In diesen Ländern wechselten lediglich bei 45 bis 54 Prozent aller Einkäufe Scheine und Münzen die Hände. Die EZB-Studie brachte noch weitere Unterschiede zutage: So neigen Männer offenbar eher dazu, bar zu zahlen als Frauen. Und bei Konsumenten über 40 Jahren ist die Bargeldnutzung größer als in jüngeren Altersgruppen.

Vor allem Waren des täglichen Bedarfs oder für Besuche in Restaurants, Bars und Cafes wurden bar bezahlt. Dabei lag die Summe überwiegend bei weniger als 25 Euro. Das kontaktlose Bezahlen könnte der Kartenzahlung aber einen Schub geben, schrieben die Autoren. Vor allem bei kleineren Einkäufen könnte sich das Bezahlverhalten ändern.

Im Durchschnitt trugen die Bürger 2016 im Währungsraum Bargeld in Höhe von 65 Euro bei sich. Deutschland war hier Spitzenreiter mit 103 Euro. Am anderen Ende standen die Portugiesen: Dort waren es lediglich 29 Euro.


Mehr zum Thema:  
EU > Bargeld > Europa >

DWN
Deutschland
Deutschland „Deutschland spürt das Ende der Behaglichkeit“ – Warum Sie jetzt die DWN zum Vorteilspreis abonnieren sollten

Unser Redaktion zeigt auf, warum Sie nicht auf ein DWN-Abonnement verzichten sollten. Für das erste Jahr wird Ihnen ein besonderes Paket...

DWN
Technologie
Technologie Deutscher Auto-Analyst: "VW kann Tesla in jedem Fall überholen"

VW hat gerade damit begonnen, den Standort in Emden für die E-Produktion umzurüsten. Autoanalyst Frank Schwope von der Nord/LB erklärt...

DWN
Finanzen
Finanzen Commerzbank: US-Heuschrecke und Olaf Scholz bereiten Massenentlassungen vor

Dem US-Finanzinvestor "Cerberus" gehören nur wenige Prozent der Commerzbank. Dennoch will das für seine rüden Methoden bekannte New...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Fetisch CO2: Die EU zerstört die Wirtschaft - und hilft dem Klima damit kein bisschen

Sowohl in der Klima- als auch in der Wirtschaftskrise ergeht sich die EU in Aktionismus. Wie man beide Probleme im Gleichklang löst, zeigt...

DWN
Finanzen
Finanzen Bankenkrise vorerst abgewendet: Federal Reserve beendet Billionen-Interventionen im Repo-Markt

Die US-Zentralbank hat sich nach monatelangen aggressiven Interventionen aus dem Repo-Markt zurückgezogen. Ohne ihr Eingreifen wäre es...

DWN
Politik
Politik Widerstand der erstarkten Niederlande gegen geplanten EU-Aufbaufonds ist Heuchelei

Der niederländische Premier Mark Rutte stellt sich derzeit quer und droht, das geplante 750 Milliarden Euro schwere Konjunkturprogramm...

DWN
Politik
Politik Staaten bilden gemeinsame Abwehrfront: Ist Corona der entscheidende Schritt zur europäischen Einigung?

DWN-Gastautor Daniel Gros stellt eine provokante These auf: Das Projekt "Europa" habe durch Corona an Fahrt gewonnen - schließlich habe...

DWN
Panorama
Panorama Warum es eine Bronzezeit, aber keine „Stahlzeit“ gegeben hat

Aufgrund der Bedeutung der Metalle für die Menschheit wurden ganze Epochen als Kupferzeit, Bronzezeit oder Eisenzeit bezeichnet. Doch...

DWN
Politik
Politik Twitter sperrt Konten der Identitären Bewegung

Twitter hat Konten der „Identitären Bewegung“ gesperrt, weil darauf gegen die Regeln zu Terrorismus oder gewalttätigem Extremismus...

DWN
Politik
Politik Corona-Nachwehen: Deutschland bereitet sich auf schwere Unruhen vor

Gewaltsame Unruhen in Deutschland und Europa werden Experten zufolge in den kommenden Monaten wegen sozialer und wirtschaftlicher Miseren...

DWN
Finanzen
Finanzen Wertvoller als Volkswagen und Co.: Wie kommt es zum absurden Aktienkurs von Tesla?

Tesla erwirtschaftet seit Jahren durchweg Verluste in Milliardenhöhe. Der Aktienkurs steigt trotzdem immer weiter an – wieso?

DWN
Politik
Politik China gerät in Libyen an seine politischen und militärischen Grenzen

China hatte vor dem Sturz des libyschen Präsidenten Muammar al-Gaddafi sehr gute Beziehungen zu Libyen. Ob China seine Interessen in dem...

DWN
Finanzen
Finanzen Erdogan verhängt Sanktionen gegen Goldman Sachs und JP Morgan

Goldman Sachs, JP Morgan und vier weitere internationale Banken wurden an der Istanbuler Börse mit einem dreimonatigen Leerverkaufs-Verbot...

DWN
Politik
Politik Mit scharfer Munition: Ägypten führt Militär-Manöver an Grenze zu Libyen durch

Ägypten hat in der Nähe der libyschen Grenze ein Militär-Manöver unter Einsatz scharfer Munition durchgeführt. Zuvor hatte Kairo mit...

DWN
Technologie
Technologie Bergbau auf dem Mond offenbar lukrativer als bisher angenommen

Forscher der NASA haben Belege dafür gefunden, dass es unter der Oberfläche des Mondes unerwartet viele wertvolle Metalle gibt. Dies...

celtra_fin_Interscroller