Türkischer Banker in den USA schuldig gesprochen

Ein türkischer Bank-Manager ist in den USA schuldig gesprochen worden.

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US-Präsident Donald Trump mit dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan. Ein türkischer Banker bildet ein Zerwürfnis zwischen ihnen. (Foto: dpa)

US-Präsident Donald Trump mit dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan. (Foto: dpa)

In einem diplomatisch brisanten Prozess ist ein türkischer Banker in den USA wegen Beihilfe zur Umgehung amerikanischer Iran-Sanktionen schuldig gesprochen worden. Die Jury in dem New Yorker Bundesgericht befand Mehmet Hakan Atilla, Manager bei der staatseigenen türkischen Halkbank, am Mittwoch in fünf von sechs Anklagepunkten überführt, darunter Bankenbetrug und Verschwörung. Die Staatsanwaltschaft hatte Atilla vorgeworfen, zusammen mit dem Goldhändler Reza Zarrab dem Iran dabei geholfen zu haben, die US-Sanktionen zu umgehen. Während des Prozesses hatte Zarrab ausgesagt, dass türkische Regierungsvertreter bestochen worden seien und dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan dem Komplott zugestimmt habe.

Das Verfahren belastet die US-türkischen Beziehungen. Ein hochrangiger türkischer Regierungsvertreter sagte, der Schuldspruch verstoße gegen das Völkerrecht. Bereits die Verhaftung Attilas hatte die türkische Regierung als „komplett politisch“ motiviert kritisiert.