Deutschland

Polizei Bayern nach Attacken: „Das Fass ist längst übergelaufen“

Lesezeit: 1 min
13.06.2018 17:39
Die Gewerkschaft der Polizei in Bayern ist nach einem gewalttätigen Zwischenfall mit einem Migranten in Landshut aufgebracht.
Polizei Bayern nach Attacken: „Das Fass ist längst übergelaufen“

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Reuters meldet:

Die Gewerkschaft der Polizei in Bayern (GdP) hat nach dem Angriff eines Asylbewerbers auf Polizisten die Bundespolitik scharf kritisiert. "Nach dem Angriff auf drei Polizeibeamte in Landshut und dem Versuch des nigerianischen Asylbewerbers auf unsere Kollegen zu schießen, ist das Maß nicht nur voll, sondern längst übergelaufen", teilte die bayerische GdP am Mittwoch mit. Man verurteile aufs Schärfste die Gewalt, die den Einsatzkräften von Asylsuchenden entgegenschlage. Solche Vorfälle duldeten "keinerlei Nachsicht mehr". Personen, die sich rechtsstaatlichen Maßnahmen entziehen wollten und dies mit massivem Widerstand und brutaler Gewalt unterstrichen, müsse mit allen rechtsstaatlich möglichen Mitteln begegnet werden. Wer gesellschaftliche Konventionen in Deutschland mit Füßen trete und sich gegen Recht und Gesetz stelle, müsse die volle Härte des Gesetzes spüren.

Die Politik müsse klar und unmissverständlich handeln und die Grundlage schaffen, dass solchen Gewalteskalationen mit allen verfügbaren Mitteln entgegengetreten werden könne, hieß es zudem. "Die parteipolitischen oder auch persönlichen Querelen wie sie momentan in Berlin zu beobachten sind, sind hierbei alles andere als hilfreich."

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Niederbayern hatte ein 30-jähriger Nigerianer am Dienstag im Landshuter Landratsamt einem Polizeibeamten die Dienstwaffe entrissen. Anschließend habe er versucht, auf den Beamten zu schießen. Bei der Festnahme des Mannes seien drei Polizeibeamte verletzt worden. Es sei Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts auf versuchten Totschlag ergangen.

***

Bitte unterstützen Sie die Unabhängigkeit der DWN – hier abonnieren!

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Kampf gegen das Bargeld: Australiens Zentralbank startet Testphase für digitale Währung

Die Zentralbank Australiens arbeitet an der Einführung einer digitalen Währung. Damit folgt sie einem Aufruf der Bank für...

DWN
Deutschland
Deutschland Impfnebenwirkungen: TK meldet fast eine halbe Million Behandlungen in 2021

Die Debatte um Impfnebenwirkungen der Corona-Impfstoffe nimmt wieder Fahrt auf. Die Techniker Krankenkasse musste nun Daten offenlegen, die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Fußball-Bundesliga: Die bunte Welt der Sponsoren

Die neue Bundesligasaison bietet vielen Unternehmen eine große Bühne, um ihre Zielgruppen zu erreichen und ihre Produkte zu bewerben....

DWN
Finanzen
Finanzen EZB traut sich nicht: Maßnahmen gegen Inflation sind äußerst zaghaft

Zwar hat EZB hat die geldpolitische Straffung tatsächlich begonnen und ihre Bilanz schon um 90 Milliarden Euro reduziert. Doch im Kampf...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Wie Frankreich der Dijon-Senf ausgegangen ist

In den Regalen von Frankreichs Supermärkte herrscht ein akuter Mangel an Dijon-Senf. Dies ist vor allem die Folge zweier ganz unerwarteter...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft OPEC stellt Weichen für Drosselung der Öl-Förderung

Die OPEC bereitet den Markt auf eine Drosselung der Öl-Förderung vor. Zugleich erwartet die IEA eine steigende Nachfrage. Öl könnte...

DWN
Finanzen
Finanzen Die größten Vermögensverwalter der Welt setzen plötzlich auf Krypto

Die Vermögensverwalter Abrdn, BlackRock und Charles Schwab haben im August massive Geschäfte im Krypto-Sektor gestartet. Sie erwarten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energie-Krise: Russland erhöht Erdgas-Lieferungen an Ungarn

Ungarn hatte Russland um mehr Gas gebeten, um die Energieversorgung für den kommenden Winter sicherzustellen. Dieser Bitte kommt Gazprom...