Batterie-Sparte: Nissan sagt Verkauf an China ab

Nissan wird seine Lithium-Batterie-Sparte nicht nach China verkaufen.

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Der Milliarden-Deal zwischen Nissan und dem chinesischen Investmenthaus GSR Capital ist gescheitert. Laut der englischsprachigen Ausgabe von Reuters sagte der japanische Autobauer das Geschäft ab, weil am 29. Juni die Frist abgelaufen war, ohne dass GSR eine Zusage gegeben hätte. Laut Nissan hätten die Chinesen das benötige Kapital in Höhe von einer Milliarde Dollar nicht auftreiben können.

Im August letzten Jahres hatte der Autobauer verkündet, seine Batterie-Sparte verkaufen zu wollen, und dafür eine Frist bis Dezember gesetzt. GSR hatte Interesse bekundet, jedoch nicht über die erforderlichen Mittel verfügt. Daraufhin verlängerte Nissan die Frist, und zwar insgesamt dreimal. Jetzt sind die Japaner offenbar mit ihrer Geduld am Ende und haben den Deal endgültig für gescheitert erklärt. Gleichzeitig verkündete ein Sprecher, die Sparte stünde weiterhin zum Verkauf. Reuters Frage, ob die GSR noch ein potentieller Käufer sei, ließ der Sprecher unbeantwortet. Ursprünglich hatte Nissan auch mit dem japanischen Groß-Unternehmen Panasonic (66 Milliarden Euro Umsatz), einem der größten Lithium-Batterien-Hersteller weltweit, verhandelt. Inwiefern diese Gespräche wieder aufgenommen werden, ist derzeit unklar.

GSR Capital investiert unter anderem in Elektromobilität, Energie, Biotechnologie und Internet-Firmen. Im März schloss das Unternehmen zwei große Geschäft ab: Zum einen ein Joint-Venture-Abkommen mit der türkischen Zorlu Holding über den Bau eines Lithium-Batterie-Werks in der Türkei im Wert von 4,5 Milliarden Dollar. Zum anderen eine Beteiligung an dem schwedischen E-Auto-Bauer „National Electric Vehicle Sweden“ in Höhe von 500 Millionen Dollar.