US-Großbanken warnen vor Einbrüchen am Aktienmarkt

Die Großbanken Citigroup und Goldman Sachs warnen Investoren vor allzu viel Selbstzufriedenheit.

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Ein Händler an der New York Stock Exchange. (Foto: dpa)

Ein Händler an der New York Stock Exchange. (Foto: dpa)

Analysten der US-Großbank Citigroup haben davor gewarnt, dass die Bewertungen an den Aktienmärkten angesichts fundamental unveränderter geopolitischer Risiken derzeit ungerechtfertigt erscheinen und eine deutliche Korrektur folgen könnte.

Der Analyst Mark Schofield verweist zudem auf die Risiken, welche von der Normalisierung der Geldpolitik in den USA für die Aktienmärkte ausgehen könnte. Die Weltwirtschaft scheine den Rückenwind noch immer lockerer geldpolitischer Parameter und steuerlicher Anreize zu nutzen, aber diese Treiber würden zusehends schwächer. „Mittlerweile sammeln sich Gewitterwolken und der Trend scheint sich nach unten zu bewegen“, wird Schofield von der Financial Times zitiert.

Schofield zufolge könnte ein globaler Schock durch eine der großen Zentralbanken ausgelöst werden, beispielsweise durch die EZB, die japanische oder die britische Zentralbank.

Analysten von Goldman Sachs weisen zudem darauf hin, dass in letzter Zeit Kunden vermehrt Besorgnis angesichts der Tatsache geäußert hatten, dass die Kursgewinne des Index S&P 500 von einer kleinen Gruppe von Aktien generiert werden. „Bullenmärkte, welche sich verschlanken, führen letztendlich zu breit angelegten Verkaufsserien“, heißt es in einem Bericht der Bank.

Die Schulden, mit denen Spekulanten an den US-Aktienmärkten operieren, haben inzwischen einen bislang nie erreichten Umfang erreicht.