VW lotet Zusammenarbeit mit Ford aus

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
03.11.2018 22:18
VW und Ford wollen in den Bereichen autonomes Fahren und E-Mobilität zusammenarbeiten.
VW lotet Zusammenarbeit mit Ford aus

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

VW plant eine breit angelegte Kooperation mit dem amerikanischen Autobauer Ford in den Bereichen autonomes Fahren sowie E-Mobilität. Bereits im Juni hatten die Wolfsburger in einer Presseerklärung bekannt gegeben, dass sie und Ford „eine strategische Partnerschaft prüfen“. Damals war allerdings konkret nur von Nutzfahrzeugen die Rede. Laut Informationen der Nachrichten-Agentur Reuters haben die Pläne mittlerweile konkrete Züge angenommen und umfassen jetzt auch Personenkraftwagen, SUVs und Pick-ups. Ein VW-Sprecher sagte den Deutschen Wirtschaftsnachrichten: „Volkwagen und Ford loten die Potentiale einer gemeinsamen Zusammenarbeit aus, so wie sie das im Juni bekannt gegeben haben.“ Mehr wollte der Sprecher nicht bekannt geben.

Laut Reuters wollen die beiden Konzerne in Kürze mit der gemeinsamen Entwicklung autonomer Fahrzeuge beginnen. VW will sich dafür über seinen 2016 gegründeten Mobilitätsdienstleister MOIA zu 50 Prozent an dem im Juli dieses Jahres gegründeten Ford-Tochterunternehmen „Ford Autonomous Vehicles“ beteiligen. VW hat beim autonomen Fahren noch großen technologischen Aufholbedarf gegenüber anderen Unternehmen, beispielsweise der Alphabet-Tochter „Waymo“. Ford ist weiter als VW – mit Hilfe der Amerikaner wollen die Wolfsburger ihren Rückstand aufholen.

Die Amerikaner würden vor allem von VWs „Modularem Elektrifizierungs-Baukasten“ (MEB) profitieren. Die Plattform, die sich seit 2015 in der Entwicklung befindet, kann die unterschiedlichsten Karosserien tragen und bringt laut VW „riesige Skaleneffekte“ bei der Produktion mit sich. Ford muss seine Möglichkeiten im Bereich der E-Mobilität vorantreiben, um die ab 2021 geltenden EU-Umweltrichtlinien einhalten zu können.

Die Zusammenarbeit hat für beide Partner auch den Vorteil, dass sie verbesserten Zugang zum US-Markt (VW) und zum europäischen Markt (Ford) generieren könnte. VW konnte zwar sowohl letztes Jahr als auch im bisherigen Verlauf dieses Jahres seine Absatzzahlen in den USA kräftig erhöhen, doch ist der Marktanteil von etwas mehr als 3,5 Prozent (in absoluten Zahlen: 625.000 Einheiten, und zwar von VW, Audi und Porsche zusammen) definitiv ausbaufähig. Ford hat seit Jahren in Europa große Probleme – allein im dritten Quartal machte der Autobauer hier einen Verlust von fast einer Viertel Milliarde Euro.


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Apple war erst der Anfang: In den globalen Lieferketten bricht Chaos aus

Die wegen des Coronavirus veröffentlichte Gewinnwarnung Apples dürfte nur die Spitze des Eisberges sein. In den mit China verbundenen...

DWN
Politik
Politik „Weder rechts noch links“: Ein Mitglied des inneren Zirkels der Gelbwesten berichtet

Im November 2018 waren sie zum ersten Mal bei einer großen Demonstration in Frankreich zu sehen: Die Gelbwesten. Seitdem sind sie bei...

DWN
Technologie
Technologie Immer mehr PS: Schaufeln sich Deutschlands Autobauer mit ihren riesigen SUVs ihr eigenes Grab?

Die PS-Zahlen der Neuwagen in Deutschland steigen rasant. Für die deutschen Autobauer birgt das ein großes Risiko, warnt ein Experte.  

DWN
Politik
Politik Philippinen kündigen Militärabkommen mit den USA

Die philippinische Regierung hat ein seit 1999 bestehendes Militärabkommen mit den USA gekündigt, welches der US-Armee...

DWN
Politik
Politik Erster russischer Soldat in Libyen getötet

Der erste reguläre russische Soldat ist in Libyen getötet worden. Zuvor war lediglich der Einsatz von russischen Söldnern der Wagner...

DWN
Technologie
Technologie Deutsche Wirtschaft wächst durch Künstliche Intelligenz um die Größe Belgiens

Der Verband für Internetwirtschaft hat neue Wachstums-Schätzungen für die Künstliche Intelligenz vorgelegt, die teilweise erstaunlich...

DWN
Politik
Politik Erdogan kündigt türkische Invasion in Idlib an

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat eine baldige Invasion der Streitkräfte in die syrische Provinz Idlib angekündigt....

DWN
Politik
Politik Briten wollen Fachkräfte - ungelernte Migranten müssen fortan draußen bleiben

Die britische Regierung wird den Zustrom von Migranten künftig genau steuern. So sollen gut ausgebildete Fachkräfte ins Land gelassen...

DWN
Finanzen
Finanzen Aufträge der Industrie sinken sechsten Monat in Folge, Exporte nach Großbritannien brechen ein

Die Auftragslage der deutschen Industrie ist anhaltend negativ. Im Handel mit Großbritannien kommt es zu deutlichen Rückgängen.

DWN
Deutschland
Deutschland Insider: Merkel macht Druck, drängt Autobauer in die E-Mobilität

Berichten zufolge hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Treffen mit den Vorstandsvorsitzenden der deutschen Autobauer anberaumt. Der...

DWN
Finanzen
Finanzen Weltbank-Ökonom warnt: Neue Schuldenwelle wächst sich zum wirtschaftlichen Tsunami aus

Weltweit steigen die Schulden rapide an. Dies könnten eine wirtschaftliche "Tsunamiwelle" auslösen, warnt der Ökonom Kaushik Basu.

DWN
Politik
Politik Gegen Iran und Türkei: Arabische Liga will Syrien wieder als Mitglied aufnehmen

Die Arabische Liga plant, Syrien erneut als Mitglied aufzunehmen. Der Schritt richtet sich eindeutig gegen die Türkei und den Iran. Die...

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesamt arbeitet an Notfall-Kochbuch für lange Stromausfälle und Wassermangel

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwickelt derzeit ein Kochbuch mit Rezepten, welche ohne Strom und...

DWN
Finanzen
Finanzen Coronavirus: Der „Schwarze Schwan“ für Deutschlands Industrie ist gelandet

Das Coronavirus wird die deutsche Industrie schwer treffen. Der „Schwarze Schwan“ landet ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in dem die...

celtra_fin_Interscroller