Finanzen

Deutsche Industrie rutscht in die Rezession

Lesezeit: 1 min
08.01.2019 10:14
Die Produktion der deutschen Industriebetriebe ist im vergangenen Jahr in mindestens acht Monaten zurückgegangen.
Deutsche Industrie rutscht in die Rezession

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Schwächephase in der deutschen Industrie reißt nicht ab. Im Monatsvergleich sei die Gesamtproduktion im November um 1,9 Prozent gefallen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im Mittel einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet.

Besonders kräftige Rückgänge zeigten sich im November bei der Herstellung von Konsumgütern, die um 4,1 Prozent zurückging. Außerdem lag die Energieerzeugung nach vorläufigen Daten 3,1 Prozent niedriger als im Oktober, die Bauproduktion schrumpfte um 1,7 Prozent.

Im Verlauf des Jahres 2018 ist die Produktion damit in acht Monaten gesunken und nur in drei Monaten gestiegen. Die Daten für Dezember stehen noch aus.

Wie das Bundesamt zudem weiter mitteilte, war der Dämpfer im Vormonat Oktober stärker als bisher bekannt ausgefallen. Der Produktionsrückgang wurde von zuvor 0,5 Prozent auf 0,8 Prozent nach unten revidiert.

Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte das schwache Abschneiden im November unter anderem mit Brückentragen, die zur nochmaligen Abschwächung der Produktion beitragen haben. Außerdem sei in der Automobilindustrie weiterhin die Umstellung auf das von der EU geforderte Abgastestverfahren WLTP zu spüren.

Experte Stefan Kipar von der BayernLB verwies außerdem auf jüngste Daten zum Auftragseingang in der deutschen Industrie. Am Montag war bekannt geworden, dass die Bestellungen im November um 1,0 Prozent im Monatsvergleich gesunken waren. "Die ebenfalls schwachen Daten zum Auftragseingang machen keine große Hoffnung, dass eine dynamische Erholung unmittelbar bevorsteht", kommentierte Kipar.

Zuletzt hatten sich die Anzeichen für einen bevorstehenden Abschwung in der Weltwirtschaft deutlich vermehrt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Halbzeit Urlaub bei ROBINSON

Wie wäre es mit einem grandiosen Urlaub im Juni? Zur Halbzeit des Jahres einfach mal durchatmen und an einem Ort sein, wo dich ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Russland erwägt Abschaffung der Exportzölle auf Gold
17.04.2024

Laut dem World Gold Council war Russland 2022 der zweitgrößte Goldförderer der Welt, nach China und noch vor Australien. Die staatliche...

DWN
Technologie
Technologie Unser neues Magazin ist da: In welchen Branchen Deutschland künftig erfolgreich sein kann
17.04.2024

Der Mond ist wieder Zentrum eines erbitterten Wettlaufs um Macht und Geld im Weltraum. Kann die Menschheit ihn erobern und ihre Probleme...

DWN
Finanzen
Finanzen Das sind die Top 3 Wachstumstrends 2024
17.04.2024

Die Wirtschaftslandschaft im Jahr 2024 steht im Zeichen bahnbrechender Innovationen und Technologien, die das Potenzial haben, unsere Welt...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Deutsch-chinesische Beziehung: So reagiert China auf Scholz’ Besuch
16.04.2024

Die Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz nach China hat in den vergangenen Tagen die chinesischen Medien beschäftigt. Zum Abschluss seiner...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft IWF-Wachstumsprognose 2024: Deutschland bleibt weltweites Schlusslicht
16.04.2024

Für Deutschland hat der IWF in seiner neuen Prognose keine guten Nachrichten: Sie dürfte auch 2024 unter allen Industriestaaten am...

DWN
Politik
Politik Modernste Raketenabwehrsysteme: So schützt sich Israel gegen Luftangriffe
16.04.2024

Hunderte Raketen und Kampfdrohnen hatte der Iran am Wochenende nach Israel gefeuert. Dass dieser Angriff vergleichsweise glimpflich...

DWN
Politik
Politik Engpass bei Stromversorgung: Oranienburg zeigt Deutschland die Grenzen auf
16.04.2024

Noch ist es ein Einzelfall: Die Kleinstadt Oranienburg, nördlich von Berlin, kommt dem Bedarf ihrer Kunden nicht mehr umfänglich nach....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau wegen KI: Jetzt trifft es auch die Hochqualifizierten
16.04.2024

Der zunehmende Einsatz von KI verändert viele Branchen grundlegend und wird in Zukunft eine Reihe von Berufen überflüssig machen. Davon...