Finanzen
Anzeige
Wertvolle Tipps

So sparen Verbraucher beim Wechsel des Stromanbieters

Mit diesen Tipps können sie beim Wechsel des Stromanbieters Geld sparen.
21.04.2019 21:35
Aktualisiert: 21.04.2019 21:35
Lesezeit: 2 min

Der Strompreis hat ein Allzeithoch erreicht - doch Verbraucher können mit einem Anbieterwechsel bares Geld sparen. Verbraucherschützer raten zur regelmäßigen Überprüfung des Tarifs. Bei der Suche helfen Stromtarifrechner. Dabei sollten aber einige Fallstricke beachtet werden.

Wie finde ich den günstigsten Anbieter?

Kostenlose Preisvergleiche gibt es im Internet bei Vergleichsportalen wie verivox.de, check24.de oder toptarif.de. Zur Erstellung einer Liste mit den günstigsten Tarifen genügen der Jahresverbrauch in Kilowattstunden, abzulesen auf der jüngsten Stromrechnung, und die Postleitzahl.

Auf welche Kriterien kommt es an?

Wichtige Kriterien für einen fairen Stromtarif sind eine monatliche Zahlungsweise, eine kurze Kündigungsfrist und eine kurze Anschlusslaufzeit. Beim Thema Preisgarantie geben Verbraucherschützer zu bedenken, dass es sich hierbei häufig um eingeschränkte Garantien handelt, die nur einen Teil des Preises abdecken und damit nicht unbedingt Schutz vor einer Erhöhung bieten.

Wem sein ökologischer Fußabdruck beim eigenen Stromverbrauch wichtig ist, sollte auf entsprechende Siegel wie Ok-Power oder Grüner Strom achten. Für diese ist meist Voraussetzung, dass der Strom nicht nur komplett aus erneuerbaren Energiequellen stammt, sondern auch ein bestimmter Anteil der Einnahmen in den Bau neuer Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung investiert wird.

Wovon raten Verbraucherschützer ab?

Die Vergleichsrechner der Portale listen die verschiedenen Angebote vom billigsten bis zum teuersten Anbieter auf. Abzuraten ist von Vorkasse; Vorsicht ist bei Pakettarifen geboten: Hier sollten Verbraucher ihren Bedarf genau kennen - denn bei Mehrverbrauch wird jede weitere Kilowattstunde teuer. Problematisch sind lange Kündigungsfristen - Voreinstellungen in den Vergleichsportalen sollten entsprechend angepasst werden.

Was ist mit Bonuszahlungen?

Immer wieder werben Anbieter mit einem Neukundenbonus. Deshalb landen sie bei der Suche oft unter den günstigen Anbietern. Stromkunden sollten aber beachten, dass der Bonus nur einmal gezahlt wird. Außerdem gibt es immer wieder Rechtsstreitigkeiten zwischen Versorgern und Verbrauchern über nicht gezahlte Boni. Nach der Pleite des Anbieters BEV Anfang des Jahres drohen viele Kunden auf ihren Boni-Ansprüchen sitzenzubleiben. Die Voreinstellung „Boni berücksichtigen“ kann bei der Suche ebenfalls weggeklickt werden.

Wie lange dauert der Anbieterwechsel?

Wer von seinem Anbieter ein Schreiben über eine Preiserhöhung erhält, hat ein Sonderkündigungsrecht. Die Kündigung muss möglichst bald nach Erhalt der Information erfolgen. Bis der neue Anbieter Strom liefert, darf es maximal drei Wochen dauern. Die Frist beginnt, wenn der neue Lieferant den Wechsel des Kunden beim Netzbetreiber anmeldet. Die Versorgung kann dann an jedem beliebigen Werktag beginnen.

Wie wechsle ich am bequemsten?

Am einfachsten ist es, dem neuen Anbieter eine Vollmacht zu erteilen. Dieser erledigt meist die Kündigung beim alten Stromversorger und alle Formalitäten. Bei Kündigung wegen Preiserhöhung gilt der alte Tarif, bis der Wechsel perfekt ist.

Wie lange sollte ich mich an den neuen Anbieter binden?

Je kürzer, desto besser. Da die Strompreise stets in Bewegung sind, empfehlen Verbraucherschützer eine Vertragslaufzeit von höchstens einem Jahr. Die Kündigungsfrist sollte nicht mehr als einen Monat betragen.

Was passiert beim Wechsel konkret?

Der Strom kommt auch nach dem Anbieterwechsel vom örtlichen Versorger, die Zähler bleiben die alten. Der neue Anbieter stellt den Strom in das allgemeine Netz ein und zahlt dem lokalen Versorger eine Gebühr für den Transport bis in den Haushalt. Die Gefahr, ohne Strom dazustehen, gibt es auch bei einer Pleite des neuen Versorgers nicht: Der lokale Versorger ist gesetzlich verpflichtet, alle Haushalte zu versorgen - auch wenn sie nicht mehr Vertragspartner sind. Bei Problemen können sich Verbraucher an eine Schlichtungsstelle wenden: schlichtungsstelle-energie.de.

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.


DWN
Politik
Politik Reform Heizungsgesetz: Schutz vor steigenden Mietnebenkosten unklar
25.02.2026

Die Reform des Heizungsgesetzes sorgt für Unsicherheit: Welche Kosten kommen auf Mieter und Eigentümer zu? Details zum Schutz vor...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Stromausfälle in der Ukraine: Industrie und Wirtschaft geraten ins Stocken
25.02.2026

Die anhaltenden Stromausfälle verschärfen die wirtschaftliche Krise in der Ukraine und setzen Industrie, Staatsfinanzen und Wachstum...

DWN
Politik
Politik Neuwahl in Brandenburg: Stopp von Bürgermeisterwahl - Post weist Vorwürfe zurück
25.02.2026

Der erste Durchgang einer Bürgermeisterwahl in Brandenburg wird annulliert. Im Raum steht der Vorwurf der Wahlfälschung im Zusammenhang...

DWN
Technologie
Technologie Studie: KI-generierte Gesichter tricksen Experten und Super Recognizer aus
25.02.2026

Selbst Experten für Gesichtserkennung können KI-generierte Gesichter kaum von echten unterscheiden. Wie schnitten sie im Vergleich zu...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Stellenabbau: Autoindustrie und Maschinenbau drücken Arbeitsmarkt
25.02.2026

15.000 Jobs gehen jeden Monat in der Industrie verloren. Besonders betroffen sind Sparten, in denen Deutschland traditionell stark war. Der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Expansion in den militärischen Schiffbau: Neue Impulse für die Rheinmetall-Aktie
25.02.2026

Rheinmetall treibt seine Expansion im europäischen Verteidigungsmarkt voran und erweitert sein industrielles Profil deutlich. Wird die...

DWN
Politik
Politik Antrittsbesuch: Merz wirbt in China für Regierungskonsultationen
25.02.2026

Der Bundeskanzler macht sich bei seiner ersten China-Reise für Kooperation mit China stark. Ein seit einigen Jahren eingeschlafenes...

DWN
Technologie
Technologie Anthropic baut KI-Strategie aus: Chatbot Claude nun auch im Finanz- und HR-Sektor
25.02.2026

Anthropic treibt die Kommerzialisierung seiner KI-Modelle voran und rückt mit neuen Anwendungen für Finanzdienstleister und...