Politik

Großbritannien: Blase bei Gewerbeimmobilien geplatzt

Lesezeit: 1 min
08.05.2012 22:36
In fünf Jahren minus 31%: Die Werte für Geschäfte und Büros in Großbritannien stürzen ins Bodenlose. Wegen der Wirtschaftskrise geraten immer mehr Hypothekenschuldner in Verzug. Nur im reichsten Stadtteil Londons sieht es besser aus.
Großbritannien: Blase bei Gewerbeimmobilien geplatzt

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Großbritanniens Gewerbeimmobilien befinden sich in der tiefsten Krise seit der ersten Datenerhebung am Immobilienmarkt. Die Werte für Geschäfte, Büros und Lager fielen im ersten Quartal um 0,7 Prozent, nachdem sie bereits im letzten Quartal 2011 um 0,1 Prozent gefallen waren. Damit liegen sie 31 Prozent unter dem letzten Höchststand im September 2007, so die Investment Property Databank (IPD).

Der Einbruch bei den Werten sei der IPD zufolge doppelt so schlimm wie bei der vorangegangenen Rezession in den späten 80er Jahre. Grund für die schlechte Lage seien der mangelnde Bedarf der Wirtschaft, die Eurokrise und die Kürzung der öffentlichen Ausgaben. „Großbritannien fällt wieder in eine technische Rezession“, so der IPD-Direktor Malcolm Frodsham. „Während die Immobilienwerte weiter zurückgehen, neigen die Investoren immer weniger dazu, überhaupt noch etwas zur Unterstützung des Marktes beizutragen, was zu weiteren Schmerzen führen wird.“

Der einzige Bereich, bei dem die Immobilienwerte in diesem Sektor noch über dem Niveau von 2007 liegen, ist der Einzelhandel im West End von London. Hier investieren besonders Käufer aus den Schwellenländern wie Russland und China in Geschäfte in der Oxford Street und der Bond Street. Aber schon die Werte von Büros im West End, dem zweitteuersten Büromarkt nach Hong Kong, liegen 16 Prozent unter dem Spitzenwert von 2007.

Auch die Kluft zwischen den Werten der Premium-Immobilien und den sekundären Immobilien, die sich außerhalb der besten Lagen befinden oder weniger kreditwürdige Mieter aufweisen, ist stark gewachsen. Die spiegelt auch den immer größer werdenden Kontrast zwischen London und dem Rest Großbritanniens wieder. Der Wertverlust ist besonders hart für die Eigentümer, die ihre Kredite refinanzieren und sich nun auch noch mit den strengeren Kreditvergaben der Banken auseinandersetzen müssen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..



DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik Paul-Ehrlich-Institut: Fast 50.000 aus Deutschland gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen stehen im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen

Das Paul-Ehrlich-Institut führt in einem Sicherheitsbericht aus, dass vom 27.12.2020 bis zum 30.04.2021 „über 49.961 aus Deutschland...

DWN
Politik
Politik Das ist die Rede von Bundespräsident Steinmeier zum 76. Jahrestag des Kriegsendes

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat anlässlich des 76. Jahrestags des Kriegsendes eine bewegende Rede gehalten.

DWN
Finanzen
Finanzen Wann werden die Zentralbanken endlich abgeschafft?

All die vielen monetären Anstrengungen der letzten Jahrzehnte waren anscheinend umsonst. Die Zentralbanken verfehlen ständig ihre Ziele...

DWN
Finanzen
Finanzen Alzheimer: So bewahren Sie Freiheit, Finanzen und Lebensqualität trotz Diagnose

Betroffene und Angehörige reagieren zuerst geschockt auf die Diagnose von Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen. Doch gerade in diesen...

DWN
Deutschland
Deutschland Einmalige Vermögensabgabe durch Super-Reiche könnte dem Bund 310 Milliarden Euro bescheren

Durch eine einmalige Vermögensabgabe durch Multimillionäre in Deutschland könnte der Bund 310 Milliarden Euro einnehmen, um die...

DWN
Politik
Politik Der Klimaschutz entwickelt sich zur Seifenoper: Die Aktivisten ergehen sich in hohlen Phrasen - statt tatkräftig anzupacken

DWN-Kolumnist Ronald Barazon glaubt, dass Klimaschutz notwendig ist. Aber Ergebnisse seien nicht mit Protest und Phrasendrescherei zu...

DWN
Politik
Politik Putin gedenkt Weltkriegs-Ende: Es gibt keine Vergebung für diejenigen, die „wieder aggressive Pläne pflegen“

Anlässlich des 76. Jahrestags des Sieges der Sowjetunion über Nazideutschland hat Russlands Präsident Wladimir Putin gesagt, dass es...

DWN
Politik
Politik US-Marine fängt Schiff mit Tausenden Waffen im Arabischen Meer ab

Die US-Marine hat im Arabischen Meer ein staatenloses Segelschiff mit Tausenden Waffen abgefangen.