Politik

Wall Street: Bau-Branche im Aufwind, Tech-Firmen schwach

Lesezeit: 1 min
15.11.2016 01:47
Die Börse in New York reflektiert die Erwartungen in die Wirtschaftspolitik von Donald Trump.
Wall Street: Bau-Branche im Aufwind, Tech-Firmen schwach

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Geldanlage  
USA  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Nach der Rekordjagd des Dow Jones-Index im Zuge des Wahlsiegs von Donald Trump hat die Wall Street am Montag verhalten tendiert. Man benötige mehr Klarheit über die Politik des künftigen Präsidenten, sagten Händler. "Im Wahlkampf machen manche Kandidaten viele Wahlversprechen und es ist klar, dass sie die aus unterschiedlichen Gründen nicht alle halten können", sagte Mohannad Aama, Geschäftsführer bei Beam Capital Management. "Während dieser Übergangsphase ist die Preisbildung am Markt mit vielen Unbekannten versehen." Weiterhin stark unter Druck standen Aktien aus der "New Economy", etwa Facebook, Amazon, Apple, Google und Netflix, die jeweils mehr als drei Prozent nachgaben.

Dagegen setzen die Anleger auf Firmen etwa der Bau-Branche, weil sie sich von dem neuen Präsidenten umfangreiche Investitionen in die US-Infrastruktur versprechen. Beobachter gehen davon aus, dass die Steuerpläne von Trump vor allem gewinnträchtigen Unternehmen zugute kommen werden.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag im Verlauf kaum verändert bei 18.845 Punkten. Im frühen Handel war er noch bis auf 18.934 Stellen und damit ein Rekordhoch geklettert. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 2161 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,3 Prozent auf 5222 Stellen nach. In Frankfurt hatte der Deutsche Aktienindex Dax 0,2 Prozent auf 10.693 Punkte zugelegt.

Banken-Werte stiegen erneut. Bank of America, Citigroup, JPMorgan, Goldman Sachs und Wells Fargo legten jeweils 2,5 bis 4,5 Prozent zu. Der Finanz-Index ist damit binnen Tagen um knapp zwölf Prozent gestiegen. Am Markt wird auf eine baldige Zinsanhebung der US-Notenbank spekuliert, wodurch die Geldhäuser potenziell mehr verdienen werden. Zudem wird unter Trump auf einen Abbau von Vorschriften für die Branche gesetzt.

Am Markt standen auch Fusionen im Fokus. Samsung will das US-Unternehmen Harman International Industries für acht Milliarden Dollar übernehmen und damit deutsche Autozulieferer wie Bosch und Continental angreifen. Die Aktien von Harman stiegen um ein Viertel auf 110 Dollar. Samsung bietet 112 Dollar je Anteilsschein.

Einen Kurssprung von 18 Prozent auf 36,30 Dollar legten die Papiere von Mentor Graphics hin. Siemens will den US-Softwarekonzern für 4,5 Milliarden Dollar kaufen. Siemens bietet 37,25 Dollar je Aktie.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

Anzeige
DWN
Ratgeber
Ratgeber Sichere Mobilgeräte für Ihr Business: Das Samsung Security Ecosystem

In vielen Unternehmen sind Smartphones und Tablets längst zum unverzichtbaren Arbeitsmittel geworden. Je nach Einsatzgebiet sind die...

DWN
Politik
Politik DWN-Interview: Wie die USA Europa eroberten
24.09.2023

Der Publizist Werner Rügemer äußert sich im Gespräch mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten zum Anspruch der USA, alleinige Weltmacht...

DWN
Finanzen
Finanzen Beginn einer Ent-Euroisierung? Euro-Nutzung bricht laut Swift ein
24.09.2023

Der Euro wird im internationalen Handel viel weniger verwendet. Das zeigen kürzlich erschienene Swift-Zahlen. Ökonomen sehen darin eine...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Kritische Rohstoffe: Wie die EU ihre Versorgung sichern will
24.09.2023

Lernen auf die harte Tour: Pandemiebedingte Engpässe, geopolitische Veränderungen und der Krieg in der Ukraine zwingen Europa zum...

DWN
Politik
Politik Gewalt-Eskalation im Kosovo: Spannungen mit Serbien nehmen massiv zu
24.09.2023

Bei Kämpfen mit einem bewaffnetem Kampftrupp im Nord-Kosovo gab es Tote. Die Spannungen in der Region nahmen zuletzt zu. Nun ist es zu den...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Startups: Wenn die Gazelle das Rennen verliert
24.09.2023

Nur sehr wenige Startups schaffen es von null auf hundert auf der Erfolgsskala in kürzester Zeit. Für die meisten jungen Gründer ist der...

DWN
Politik
Politik Länder warnen vor Aus für Deutschlandticket
24.09.2023

Das beliebte Deutschlandticket für Millionen Fahrgäste könnte schon bald wieder Geschichte sein – heißt es aus den Ländern gen...

DWN
Technologie
Technologie Die politische Ökonomie der Technologie
24.09.2023

Das System der industrialisierten westlichen Welt und ihrer Machtverteilung und -ausübung unterliegt einer großen Spannung. Diese wird...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg: Es geht schlicht um die Neuordnung Europas
23.09.2023

Bei Friedensverhandlungen zwischen Brüssel, wo die Zentralen der EU und der NATO stehen, und Moskau geht es unweigerlich um eine...