Finanzen

Manipulation: EU verhängt Millionenstrafen gegen Banken

Lesezeit: 1 min
07.12.2016 15:53
Die EU-Kommission hat Strafzahlungen in Millionenhöhe gegen drei Großbanken verhängt, weil sie den wichtigen Zinssatz Euribor manipuliert haben sollen.
Manipulation: EU verhängt Millionenstrafen gegen Banken

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

JP Morgan Chase, die HSBC und die Crédit Agricole wurden von der EU-Kommission zu Strafzahlungen verurteilt, so die AFP. Sie sollen insgesamt gut 485 Millionen Euro zahlen. Die Banken hätten sich abgesprochen und "sensible Informationen" ausgetauscht. "Damit verstießen sie gegen das EU-Kartellrecht", erklärte die Kommission.

Der Großteil der Geldbußen entfällt mit 337,2 Millionen Euro auf JP Morgan. Crédit Agricole soll 114,7 Millionen Euro zahlen und die HSBC 33,6 Millionen. Die Strafen hätten eine "klare Botschaft: Banken und alle Unternehmen müssen EU-Regeln beachten", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Die Vorwürfe der Kommission wegen der Euribor-Manipulation richteten sich ursprünglich gegen insgesamt sieben Banken. Die Deutsche Bank, die Société Générale aus Frankreich und die britischen Institute Barclays und RBS hatten allerdings im Dezember 2013 einen Vergleich mit der Kommission vereinbart. JP Morgan, Crédit Agricole und die HSBC lehnten dies ab.

Crédit Agricole teilte am Mittwoch mit, sie akzeptiere die Geldbuße nicht. Die Bank sei "überzeugt, nicht gegen das Kartellrecht verstoßen zu haben". Deshalb werde sie Widerspruch gegen die Kommissionsentscheidung einlegen.

Der Euribor ist ein Zinssatz für Geldgeschäfte in der Währung Euro. Solche Zinssätze werden täglich nach einem bestimmten Verfahren von Banken festgelegt; ihre Höhe wirkt sich unter anderem auf Haus- und Verbraucherkredite sowie andere Finanzprodukte aus. Wegen der Manipulation solcher Zinssätze wurden in der vergangenen Jahren schon mehrfach Strafzahlungen gegen internationale Großbanken verhängt.


Mehr zum Thema:  
Europa >

Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Halbzeit Urlaub bei ROBINSON

Wie wäre es mit einem grandiosen Urlaub im Juni? Zur Halbzeit des Jahres einfach mal durchatmen und an einem Ort sein, wo dich ein...

DWN
Technologie
Technologie Astronaut Alexander Gerst rechnet mit permanenter Station auf dem Mond
23.04.2024

Eine feste Basis auf dem Mond - das klingt für viele noch nach Science Fiction, soll aber schon bald Realität werden. Für Astronaut...

DWN
Politik
Politik Zeitungsverlage mahnen von Politik zugesagte Hilfe an
22.04.2024

Der Medienwandel kostet Zeitungshäuser viel Kraft und Geld. Von der Politik fühlen sie sich dabei im Stich gelassen. Sie erinnern die...

DWN
Immobilien
Immobilien Stabilere Aussichten für deutschen Gewerbeimmobilienmarkt nach Volatilität
22.04.2024

Die Nachfrage insbesondere nach Büros im deutschen Gewerbeimmobiliensektor war verhalten im Jahr 2023. Das Segment ist stärker als andere...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Iran-Konflikt: Israels mutmaßlicher Angriff und Teherans Machtspiele
22.04.2024

Ein möglicher israelischer Luftangriff gegen den Iran kennzeichnet die bisherige Spitze der Eskalation im Nahostkonflikt. Dennoch bleibt...

DWN
Politik
Politik Steinmeier reist mit Dönerspieß und Imbissbesitzer in die Türkei
22.04.2024

Zehn Jahre ist es her, dass ein Bundespräsident der Türkei einen Besuch abgestattet hat. Jetzt reist Frank-Walter Steinmeier an den...

DWN
Technologie
Technologie Auftakt der Hannover Messe: Industrie mahnt Reformen an
22.04.2024

In Hannover hat wieder die traditionelles Messe für Maschinenbau und Elektrotechnik begonnen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) eröffnete...

DWN
Politik
Politik Parteiensympathie unterscheidet sich zwischen Stadt und Land
22.04.2024

Wie unterschiedlich ticken die Menschen politisch auf dem platten Land und in der Großstadt? Eine Analyse der Konrad-Adenauer-Stiftung...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW befindet sich im „Preiskrieg" und will um Marktanteile in China kämpfen
22.04.2024

Lange war Volkswagen der Platzhirsch unter den Automobilherstellern in China. Doch nun tobt ein brutaler Wettbewerb um den Markt für...