Politik

Brüssel fordert Umsiedlung von 3000 Flüchtlingen pro Monat

Lesezeit: 1 min
08.12.2016 14:37
Um die Staaten Italien und Griechenland zu entlasten, hat die EU-Kommission eine sofortige Umsiedlung von tausenden Flüchtlingen gefordert.
Brüssel fordert Umsiedlung von 3000 Flüchtlingen pro Monat

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

In der Flüchtlingskrise hat die EU-Kommission die Mitgliedstaaten aufgefordert, Griechenland und Italien fortan pro Monat mindestens 3.000 Flüchtlinge abzunehmen. Ab April müsse die Zahl dann auf 4.500 monatlich steigen, verlangte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos am Donnerstag in Brüssel. Er räumte gleichzeitig ein, dass die vorgesehene Umsiedlung von insgesamt 160.000 Flüchtlingen bis Ende kommenden Jahres nicht mehr erreicht werden kann. Bisher wurden erst 8.162 Asylbewerber durch andere EU-Staaten aufgenommen.

Mehrere osteuropäische Länder lehnen die im vergangenen Jahr beschlossene Flüchtlingsumverteilung ab, die Hauptankunftsländer im Süden Europas entlasten soll. Ungarn und die Slowakei haben gegen einen entsprechenden Mehrheitsbeschluss der EU-Innenminister vom September 2015 vor dem Europäischen Gerichtshof geklagt.

Avramopoulos begrüßte, dass im November eine „Rekordzahl“ von 1.406 Asylbewerbern umgesiedelt wurde. Er sei nun „optimistischer als vor einem Monat“ und sehe Fortschritte, sagte er. Die EU-Länder müssten aber „in Zukunft mehr tun“. Der Innenkommissar schloss für die Zukunft auch „gewisse Arten von Sanktionen“ nicht aus, sollten die EU-Regierungen dem nicht nachkommen. „Aber so weit sind wir noch nicht.“

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Europa >

DWN
Politik
Politik Neue Weltordnung: Platzt die transatlantische Illusionsblase?

Dr. Josef Braml, Bestsellerautor und Berater weltweit führender Think Tanks gibt im Interview mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten...

DWN
Finanzen
Finanzen Vorbereitung auf Super-Crash: Star-Investor stößt alle Aktien ab - bis auf eine

Der bekannte Investor Michael Burry warnt seit Monaten vor einem verheerenden Börsencrash und stößt fast seinen gesamten Aktienbestand...

DWN
Politik
Politik Auf der Suche nach Erdgas: Deutschland blitzt in Norwegen ab

Norwegen kann seine Gaslieferungen nach Deutschland nicht ausweiten. Damit fällt ein weiteres Land als Energie-Lieferant aus.

DWN
Deutschland
Deutschland Lindner scheitert in Brüssel: Mehrwertsteuer auf Gas-Umlage kommt

Finanzminister Christian Lindner ist in Brüssel mit seiner Bitte gescheitert, die Gasumlage ohne Mehrwertsteuer einführen zu können.

DWN
Finanzen
Finanzen Lohnen sich Hedgefonds für Privatanleger?

Hedgefonds gelten als Königsklasse der Investments und versprechen hohe Gewinne. Doch es gibt auch Schattenseiten.

DWN
Politik
Politik Wahlen in Italien: Zwei illustre Wahlkandidaten

Eine einstige Filmdiva und ein Ex-Formel-1-Weltmeister kandidieren für den italienischen Senat und sorgen in Italien für viel...

DWN
Deutschland
Deutschland Landwirtschaft in Not: Mist ersetzt mineralischen Dünger

Aufgrund der gestiegenen Preise der Stickstoffdünger greifen viele Bauern auf Gülle zurück, deren Börsen derzeit Hochkonjunktur haben.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Strompreis steigt auf Rekordhoch, verdoppelt sich in zwei Monaten

An der Terminbörse hat sich der Strompreis für Deutschland innerhalb eines Jahres versechsfacht. Teure Energie droht ganz Europa in die...