Finanzen

USA: Inflation steigt deutlich, Fed unter Druck

Lesezeit: 1 min
18.01.2017 14:59
Die Inflation in den USA steigt überraschend. Anders als in Europa hängt dies nicht nur mit dem gestiegenen Ölpreis zusammen.
USA: Inflation steigt deutlich, Fed unter Druck

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Preise in den USA ziehen kräftig an und liefern der Notenbank Fed Argumente für steigende Zinsen. Die Inflationsrate legte im Dezember zum Vorjahr um 2,1 Prozent zu, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Dies ist der höchste Anstieg seit zweieinhalb Jahren. Insbesondere höhere Benzinpreise und Mieten sorgten für Auftrieb. Im November lag die Rate noch bei 1,7 Prozent. Die Fed strebt zwei Prozent an. Angesichts der rund laufenden Konjunktur hat sie den Leitzins im Dezember auf 0,5 bis 0,75 Prozent angehoben und drei weitere Schritte nach oben für 2017 ins Auge gefasst.

Um die Erhöhung droht ein Konflikt mit der neuen US-Regierung: Diese möchte das Handelsbilanzdefizit abbauen und hofft auf einen weichen Dollar.

"Die im Jahresvergleich deutlich höheren Ölpreise waren für den Inflationsschub verantwortlich", sagt Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. Der Ölpreisanstieg führe künftig sogar zu einem deutlichen Anstieg der Konsumentenpreise: "Die Inflationsrate wird in luftige Höhen von knapp 3 Prozent kommen", prophezeit der Experte.

Die Währungshüter blicken bei der Inflation insbesondere auf die Preisveränderungen bei persönlichen Verbraucherausgaben (PCE) - allerdings ohne Energie- und Nahrungsmittelkosten. Dieser Wert lag im November mit 1,6 Prozent noch unter der Fed-Zielmarke. Die PCE-Zahl für Dezember wird Ende Januar veröffentlicht, kurz bevor die Notenbank zur ersten Zinssitzung in diesem Jahr zusammenkommt. Viele Experten rechnen noch nicht mit einer Erhöhung, die ihrer Ansicht nach im zweiten Quartal jedoch auf die Agenda kommen dürfte.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Völkerrechtler: Der Great Reset ist ein großer Schwindel - das Weltwirtschaftsforum gehört aufgelöst

Lesen Sie heute den zweiten Teil des Interviews, das DWN-Autor Ralf Paulsen mit Alfred de Zayas, dem ehemaligen Sekretär der...

DWN
Deutschland
Deutschland Kubicki deckt auf: Grundrechte der Deutschen wurden jahrelang auf Basis von Behauptungen beschnitten

Die Deutschen wurden in den vergangenen zwei Jahren offenbar auf Basis bloßer Behauptungen von RKI und Gesundheitsministerium gegängelt....

DWN
Politik
Politik Putins Tauschbörse: Getreideexporte aus der Ukraine gegen Aufhebung der Sanktionen

Russlands Präsident Wladimir Putin telefoniert mit dem italienischen Regierungschef Mario Draghi.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Politik
Politik Ukraine: Deutschland soll sich selbst das Gas abdrehen

Der ukrainische Netzbetreiber fordert von Deutschland, sich selbst schweren Schaden zuzufügen.

DWN
Politik
Politik Nach russisch-chinesischem Manöver: Japan und USA setzen auf Abschreckung

Der Konflikt im Indopazifik schaukelt sich zunehmend hoch.

DWN
Politik
Politik China wirft NATO und USA Einmischung, Übertreibung und Doppelmoral vor

Die USA versuche, so der chinesische Außenamtssprecher Wang Wenbin, "Chinas Entwicklung einzudämmen und zu unterdrücken und die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Chinesische Frachten zu teuer: Turbulenzen auf hoher See

Nicht nur gebrochene Lieferketten, sondern auch die globalen Frachtpreise bereiten deutschen Unternehmen Kopfzerbrechen.