Politik

FBI bestätigt Ermittlungen gegen Russland wegen US-Wahl

Lesezeit: 1 min
20.03.2017 16:35
Das FBI ermittelt, ob sich Russland in die US-Wahl eingemischt hat. FBI-Direktor Comey sagte außerdem, dass das FBI keine Belege dafür habe, dass US-Präsident Obama seinen Nachfolger habe abhören lassen.
FBI bestätigt Ermittlungen gegen Russland wegen US-Wahl

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

[vzaar id="9625814" width="600" height="338"]

Das FBI hat Ermittlungen zur mutmaßlichen Einflussnahme Russlands auf die US-Präsidentenwahl bestätigt. Dabei würden auch etwaige Kontakte zwischen der Regierung in Moskau sowie Personen mit Verbindungen zum Wahlkampfteam von Donald Trump untersucht, erklärte der Chef der Bundespolizei, James Comey, am Montag vor einem Kongressausschuss. Geprüft werde unter anderem "ob das Wahlkampfteam und Russland ihre Bemühungen koordiniert haben". Einzelheiten nannte Comey unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

Trump selbst interveniert in einem ungewöhnlichen Vorgang über seinen offiziellen Präsidenten-Account auf Twitter:

Comey äußerste sich nicht zu der Frage, ob Trump selbst Teil der Untersuchung ist:

Das FBI hat keine eignen Hinweise auf einen Spähangriff auf das Hauptquartier von Donald Trump während des Wahlkampfs. Comey erklärte, er "verfüge über keinerlei Informationen", die entsprechende Vorwürfe des Präsidenten stützen würden. Das Justizministerium habe ihn zudem gebeten, dieselbe Botschaft zu überbringen: "Das Ministerium verfügt über keine Informationen, die diese Tweets untermauern." Comey bestätigte zudem vor den Abgeordneten, dass das FBI wegen einer mutmaßlichen Einflussnahme Russlands auf die Präsidentenwahl ermittle. Einzelheiten nannte er nicht.

Trump hatte Anfang März seinem Vorgänger Barack Obama vorgeworfen, seine Telefone im Trump Tower in New York während der heißen Phase des Wahlkampfes angezapft zu haben. Belege lieferte der Republikaner nicht. Ein Sprecher Obamas wies die Vorwürfe zurück. Bei der Anhörung am Montag sagte der republikanische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, Devin Nunes, es sei klar, dass gegen Trump keine Wanze eingesetzt worden sei. "Aber es ist immer noch möglich, dass andere Überwachungsmethoden gegen Präsident Trump und seine Mitarbeiter benutzt wurden."

Comey wollte bei dem Hearing keine Zusage geben, dass die Leaks aus dem Sicherheitsapparat strafrechtlich verfolgt werden.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Frankreichs Staatspräsident Macron beginnt Staatsbesuch in Deutschland
26.05.2024

Das Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland wird oft und gerne gelobt. Erstaunlich ist da schon, dass der letzte richtige...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutschlands Kapitalmarkt: Hemmnis für die Finanzierung der Zukunft
26.05.2024

Die heimischen Kapitalmärkte spielen als Finanzierungsquelle deutscher Unternehmen eine untergeordnete Rolle – Bankkredite dominieren...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Europas Herausforderung für die geo-ökonomische Wettbewerbsfähigkeit
26.05.2024

Ökonomen neigen dazu, sich nicht allzu viele Gedanken über die internationale Wettbewerbsfähigkeit eines Landes zu machen....

DWN
Finanzen
Finanzen Service: So vermeiden Sie teure Fehler beim Berliner Testament
26.05.2024

Die Zukunft stets im Blick behalten und optimal vorsorgen. Wenn Sie Ihren Nachlass planen, kann das sogenannte Berliner Testament eine...

DWN
Panorama
Panorama Jubiläum eines Kultkastens: Die rote Telefonzelle wird 100 Jahre alt
26.05.2024

In Deutschland sind sie rar geworden, in England auch. Immerhin gibt es noch hie und da einen der nostalgischen Häuschen. Ein Foto in der...

DWN
Politik
Politik Präsidentschafts-Wahlen in Amerika: Wie Robert F. Kennedy das Rennen aufwirbelt
26.05.2024

Es gibt bei der Präsidentschaftswahl in den USA am 5. November nicht nur Blau gegen Rot, Esel oder Elefanten, Demokaten gegen...

DWN
Politik
Politik Zweiter Teil des DWN-Interviews: Deutsche Offiziere haben Warnungen ignoriert
26.05.2024

In dieser Fortsetzung des Gesprächs mit dem norwegischen Militärexperten Tor Ivar Strømmen (von gestern) erfahren Sie, warum deutsche...

DWN
Technologie
Technologie Künstliche Intelligenz auf Obstplantagen: Schädlinge besser erkennen
26.05.2024

Die Künstliche Intelligenz (KI) erobert immer mehr Bereiche der Wirtschaft. Selbst in der Landwirtschaft könnten Anwendungen in Zukunft...