Technologie

NASA will Gemüse auf anderen Planeten anpflanzen

Lesezeit: 1 min
16.05.2017 01:05
Die NASA will Gemüse auf anderen Planeten anpflanzen. (Dieser Artikel ist nur für Abonnenten zugänglich)
NASA will Gemüse auf anderen Planeten anpflanzen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

+++Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Wissenschaftler der University of Arizona haben in Zusammenarbeit mit der NASA ein aufblasbares Gewächshaus entwickelt, das die Nahrungsversorgung von Astronauten sicherstellen soll. Das winzige Biotop ist an die Luftversorgung angeschlossen. Somit gelangt das von Menschen produzierte CO2 in den Kreislauf und wird dort von den Pflanzen umgewandelt, die wiederum für Sauerstoff und Nahrung sorgen. Einen kritischen Punkt stellt die Wasserversorgung dar. Denn das Wasser muss entweder von der Erde mitgebracht oder vor Ort genutzt werden – je nachdem ob Wasser in flüssiger oder gefrorener Form vorhanden ist. Dieses Wasser müsste in der Folge noch mit Mineralien und Sauerstoff angereichert werden.

Um die Pflanzen vor Strahlung zu schützen, könnte das Gewächshaus unterirdisch aufgebaut werden. Pflanzen benötigen jedoch Licht. Das Problem will die NASA mittels LEDs lösen, so Ray Wheeler, Projektleiter des Kennedy Advanced Life Support Research Centers. Auch eine Hybrid-Lösung aus künstlichem und natürlichem Licht wäre möglich, das über Solarmodule, Lichtkonzentratoren und Glasfaserkabel in das Gewächshaus transportiert werden kann.

Auf diese Weise sollen genau die Vorgänge nachgeahmt werden, die auch auf der Erde stattfinden. Welche Pflanzen sich dafür besonders eignen, wird nun erforscht. Erste Ziele dieser Forschung sind der Mond oder auch der Mars. Während der gesamte Prozess bisher nur auf der Erde stattfindet, haben Astronauten das Prinzip bereits auf der ISS getestet – erfolgreich. Die Ressourcen reichen jedoch nicht längerfristig aus, um Pflanzen am Leben zu erhalten. Das soll das Projekt „Greenhouse“ nun ändern.

Der nächste Schritt wäre laut Professor Giacomelli, einer der Wissenschaftler aus Arizona, das Gewächshaus um zusätzliche Einheiten zu erweitern. So würde sich genau zeigen, wie lange die Astronauten versorgt werden könnten.

„Ich finde den Gedanken durchaus interessant, etwas Lebendes von der Erde mitzunehmen“, so Wheeler. „Natürlich gibt es Möglichkeiten, um diesen Fakt herumzubauen – gerade in Hinblick auf den verfügbaren Raum. Aber nachhaltig wäre das nicht. Dieses Gewächshaus bietet einen viel autonomeren Weg, um Missionen auf dem Mond, dem Mars oder auch darüber hinaus zu verwirklichen.“

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik Israel und Iran liefern sich Schattenkrieg auf den Weltmeeren

Seit Wochen kommt es zu mysteriösen Zwischenfällen auf israelischen und iranischen Schiffen im Mittelmeer sowie in den Randmeeren des...

DWN
Politik
Politik Kuba läutet das Ende der Castro-Dynastie ein

Der bevorstehende Parteitag wird höchstwahrscheinlich das Ende der Castro-Dynastie einläuten.

DWN
Politik
Politik Aerosol-Forscher schreiben Brandbrief an Merkel: Ausgangssperren sind absurd und gefährlich

Die von der Bundesregierung per Sondergesetz geplanten Ausgangsbeschränkungen sind kontraproduktiv, sagen Aerosol-Forscher.

DWN
Finanzen
Finanzen Renditekurve: Warum dieser einfache Indikator eine Rezession vorhersagt

Seit vielen Jahrzehnten ist ist die Renditekurve ein extrem zuverlässiger Vorbote für Rezessionen. Denn dahinter steckt nichts anderes...

DWN
Technologie
Technologie Nächste Kältewelle rollt an: Texas fordert Bürger auf, Strom zu sparen

Wenige Wochen, nachdem eine Kältewelle zu einem mehrtägigen Stromausfall führte, warnt der Energieversorger von Texas vor neuen...

DWN
Politik
Politik Brückenkopf nach Europa: USA und Russland wollen China in der Ukraine schlagen

Wenn es in der Ukraine zu einer Eskalation kommen sollte, würde dies einen weiteren Schlag gegen die Neue Seidenstraße Chinas nach sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Gemeinsam mit Bill & Bill: Bundesministerium ist Mitglied bei Anti-Bargeld-Lobby

Die „Better than Cash Alliance“​​​​​​​ kämpft weltweit gegen die Bargeld-Nutzung und für den Einsatz digitaler...

DWN
Finanzen
Finanzen Raus ins Grüne: Wie Sie ein Ferienhaus kaufen

Nicht erst zu Zeiten von Corona zieht es viele Menschen ins Grüne – darunter auch den Autor dieses Textes. Im Sommer 2020 hat er sich...