Finanzen

Citigroup verstärkt Präsenz in Frankfurt

Lesezeit: 1 min
20.07.2017 16:50
Die US-Großbank verstärkt mit Blick auf den Austritt Großbritanniens aus der EU ihre Präsenz in Frankfurt.
Citigroup verstärkt Präsenz in Frankfurt

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die US-Großbank Citigroup will wegen des Austritts Großbritanniens aus der EU ihr Geschäft in Frankfurt ausbauen, berichtet AFP. Eine bestehende Tochter am Main solle mit einer Handelslizenz ausgestattet werden, schrieb die Bank am Donnerstag an ihre Mitarbeiter. Frankfurt sei die erste Wahl gewesen, einerseits wegen der vorhandenen Infrastruktur, andererseits wegen der dort beschäftigten Mitarbeiter und ihrer Erfahrung. Bisher betreibt Citigroup das Handelsgeschäft über ihre britische Tochter.

Wie viele Stellen wegen des britischen Austritts verlagert werden, stehe noch nicht fest. Unter Umständen müssten etwa 150 Arbeitsplätze in der EU geschaffen werden, hieß es in dem Mitarbeiterschreiben. London werde aber auch künftig die Zentrale für das Geschäft in Europa, den Nahen Osten und Afrika beherbergen und ein wichtiger Standort bleiben.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Citigroup ihre Tochter in Dublin ausgebaut. Die irische Citibank Europe plc (CEP) beschäftigt inzwischen fast die Hälfte der Citi-Mitarbeiter in der EU. Darüber will Citi auch künftig das normale Bank-Geschäft in Europa betreiben. Auch Standorte wie Amsterdam, Luxemburg, Madrid und Paris könnten der Mitteilung zufolge gestärkt werden.

Großbritannien will bis Ende März 2019 aus der EU austreten. In London tätige Banken brauchen danach eine Gesellschaft mit EU-Banklizenz, wenn sie weiter Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedsstaaten der Union anbieten wollen. Viele Geldhäuser prüfen deshalb die Verlagerung von Geschäften etwa nach Paris, Dublin oder Frankfurt. Für Frankfurt spricht die stabile deutsche Wirtschaft, die gute Infrastruktur sowie die in der Stadt angesiedelte Europäische Zentralbank.

Spekulationen zufolge wird die US-Investmentbank Morgan Stanley ihren EU-Sitz nach Frankfurt verlagern, berichtet Reuters. Dadurch würden rund 200 neue Arbeitsplätze am Main entstehen, sagte die mit der Angelegenheit vertraute Person. Ein Sprecher der Bank lehnte eine Stellungnahme ab.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Finnland soll ab Samstag kein russisches Gas mehr bekommen

Russland stellt Samstagmorgen die Gaslieferungen nach Finnland ein. Ab 06:00 Uhr werde kein Gas mehr fließen, teilt der finnische...

DWN
Deutschland
Deutschland JP Morgan nimmt verstärkt deutschen Mittelstand ins Visier

Die US-Großbank JP Morgan nimmt verstärkt den deutschen Mittelstand ins Visier. Doch der Markt ist bereits hart umkämpft.

DWN
Politik
Politik Türkei provoziert Nato mit Eindringen in griechischen Luftraum nahe US-Basis

Zwei türkische Kampfjets sind am Freitag in den griechischen Luftraum eingedrungen und näherten sich Alexandroupolis, das US-Militär...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Politik
Politik Zwei Brüder im Geiste: Russland kämpft in der Ukraine - China probt den Krieg

Während der Ukraine-Krieg Europa in Atem hält, fährt China in den Gewässern des Pazifiks schwere Geschütze auf.

DWN
Deutschland
DWN
Politik
Politik Spannungen nehmen weiter zu: China entsendet Zerstörer und Flugzeugträger / Sorge auf Okinawa

Geraten jetzt auch Japan und andere pazifische Anrainerstaaten ins Visier der chinesischen Streitkräfte?

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesetat 2022 sieht zweithöchste Neuverschuldung der Geschichte vor

Im Bundeshaushalt 2022 ist eine Neuverschuldung von 138,9 Milliarden Euro vorgesehen. Und ein erheblicher Posten ist dabei noch nicht...