Finanzen

Briten erwägen Beitritt zu Nafta-Abkommen

Lesezeit: 1 min
10.10.2017 17:00
In der britischen Regierung gibt es Berichten zufolge Überlegungen, dem nordamerikanischen Nafta-Freihandelsabkommen beizutreten.
Briten erwägen Beitritt zu Nafta-Abkommen

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Als Alternative zu einem Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union nach dem Austritt aus der EU erwägt die britische Regierung einem Zeitungsbericht zufolge den Beitritt zum Nafta-Handelsvertrag. Minister der Regierung würden die Möglichkeit prüfen, sich dem Abkommen der USA, Kanadas und Mexikos anzuschließen, berichtete der Daily Telegraph am Dienstag. Die Erwägung gelte für den Fall, dass die Gespräche über ein Freihandelsabkommen mit der EU scheitern sollten. Die britische Regierung peilt das Abkommen im Anschluss an den EU-Austritt an, um die heimische Wirtschaft 2019 nicht vom Rest der EU abzuschneiden.

Das Freihandelsabkommen Nafta wurde 1994 zwischen den USA, Kanada und Mexiko geschlossen. Der Vertrag wird derzeit überarbeitet. US-Präsident Donald Trump hat mit dem Austritt aus der Vereinbarung gedroht, weil er darin Nachteile für sein Land sieht. Der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau berät mit Trump am Mittwoch in Washington über das Abkommen. In der Nähe der US-Hauptstadt soll zugleich die vierte Verhandlungsrunde zwischen den drei Nafta-Staaten beginnen.

Auch diesseits des Atlantiks sind künftige Handelsbeziehungen ein Streitthema. Die EU will über das von der britischen Regierung angestrebte Freihandelsabkommen erst dann verhandeln, wenn bei den Brexit-Verhandlungen ausreichend Fortschritte erzielt wurden. Beim EU-Gipfel kommende Woche soll darüber beraten werden, ob dies der Fall ist. Zuletzt äußerten sich EU-Unterhändler skeptisch, da mehrere Verhandlungsrunden in Brüssel bisher nur wenig greifbare Ergebnisse hervorgebracht haben. Die britische Premierministerin Theresa May erwartet einen Abschluss der Brexit-Gespräche erst kurz vor dem EU-Austritt ihres Landes im März 2019. Dem Vertrag müssen vor dem Inkrafttreten alle 28 beteiligten Staaten sowie das EU-Parlament zustimmen.

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