Finanzen

Linde senkt Hürde für umstrittene Fusion mit US-Konkurrent

Lesezeit: 1 min
23.10.2017 12:10
Für die umstrittene Fusion zwischen Linde und Praxair wurden die Hürden gesenkt.
Linde senkt Hürde für umstrittene Fusion mit US-Konkurrent

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

+++Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der Industriegaskonzern Linde hat ein mögliches Hindernis bei der geplanten Fusion mit seinem US-Konkurrenten Praxair aus dem Weg geräumt. Nur noch 60 Prozent der Aktionäre müssen das Angebot des Unternehmens annehmen, ihre Anteile an der AG in Anteile an der neu geschaffenen Holding umzutauschen – bislang waren es 75 Prozent, berichtet AFP. Zudem verlängert sich die Frist für den Umtausch um zwei Wochen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Sie endet nun nicht schon am Dienstag um Mitternacht, sondern erst am 7. November.

Bis Freitag hatten nur 50,81 Prozent der Aktionäre ihre Anteilsscheine in Papiere der Linde Holding umgetauscht. Mit Absenkung der Mindestannahmequote und der Fristverlängerung stehen die Chancen nun sehr viel besser, die für die Fusion nötige Quote zu erreichen.

Die Fusion ist äußerst umstritten: Gewerkschaften und Angestellte befürchten den Verlust tausender Arbeitsplätze in Deutschland, eine Einschränkung der Mitbestimmung und eine Schwächung von Linde. Der Konzern beschäftigt in Deutschland etwa 8.000 Mitarbeiter.

Der Aufsichtsrat hatte die Fusion mit Praxair im Juni abgesegnet. Der Deal bedarf noch der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden. Die Fusion mit Praxair zu einem führenden Industriegase-Konzern mit 29 Milliarden Euro Umsatz, einem Börsenwert von annähernd 70 Milliarden Euro und rund 88.000 Mitarbeitern weltweit soll im zweiten Halbjahr perfekt sein. Die Aufsichtsbehörden dürften Auflagen machen, dass der fusionierte Konzern sich von einigen Geschäftsteilen trennt. Linde und Praxair wollen dabei nicht mehr als 3,7 Milliarden Dollar Umsatz abgeben. Konkurrent Messer hat bereits offen Interesse bekundet, die internationalen Rivalen Air Products und Air Liquide wollen sich mögliche Gelegenheiten anschauen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Panorama
Panorama CO2-Speicherung: Norwegen wird europäisches Drehkreuz – Deutschland ändert seine Haltung
01.03.2024

Auf der norwegischen Insel Blomoyna entsteht Europas größtes Projekt zur CO2-Abscheidung. Auch Deutschland, als größter...

DWN
Unternehmen
Unternehmen ChatGPT-Firma OpenAI kooperiert mit Roboter-Entwickler
01.03.2024

Die Macher des Chatbots ChatGPT wollen ihre Software mit Künstlicher Intelligenz in humanoide Roboter bringen. Das befeuert auch die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft US-Magazin Bloomberg: „Deutschlands Tage als industrielle Supermacht sind gezählt“
29.02.2024

Das führende US-Wirtschaftsmagazin Bloomberg gibt eine niederschmetternde Prognose für die Zukunft Deutschlands ab: Deutschlands Tage als...

DWN
Politik
Politik Gefährdet Kanzler Scholz unsere Sicherheit? Experten kritisieren Aussagen zu Verbündeten scharf
29.02.2024

Bundeskanzler Olaf Scholz gerät auch bei Politikprofis mehr und mehr in die Kritik. Hat er mit seinem "Nein" zur Lieferung des Systems...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Aixtron-Aktie stürzt ab: 2024 weniger Wachstum erwartet - und nun?
29.02.2024

Die Aixtron-Aktie ist im Donnerstagshandel abgestürzt, zeitweise rutschte das Papier des Chipindustrie-Ausrüsters annähernd 20 Prozent...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nachhaltigkeitspflicht ab 2024: Wie deutsche Firmen jetzt handeln müssen!
29.02.2024

Mit der Einführung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU im Jahr 2024 müssen große Konzerne ihre Bemühungen in...

DWN
Politik
Politik EU-Kommission genehmigt Freigabe von Milliarden-Geldern für Polen
29.02.2024

Geldsegen aus Brüssel: Die polnische Regierung erhält Milliardengelder. Die EU-Kommission stimmt zu, eingefrorene Gelder in...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Inflation in Deutschland auf dem Rückzug - wovor Experten jetzt warnen
29.02.2024

Die Kaufkraft der Deutschen steigt wieder, denn die Inflation in Deutschland schwächt sich weiter ab. Nach vorläufigen Daten des...