Finanzen

Kurse von Kryptowährungen brechen auf breiter Front ein

Lesezeit: 1 min
16.01.2018 10:01
Drohende Verbote haben den Kursen nahezu aller Kryptowährungen zugesetzt.
Kurse von Kryptowährungen brechen auf breiter Front ein

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Aus Sorge vor Verboten im Handel mit Kryptowährungen wenden sich Anleger von Bitcoin und anderen Digitalwährungen am Dienstagmittag ab. Die Kurse vieler der größten Cyberdevisen brachen im zweistelligen Prozentbereich ein, wie Reuters berichtet.

Der englischsprachige Dienst von Reuters berichtet am Mittag von Verlusten von 18 Prozent und einem neuen Bitcoin-Kurs von etwa 11.000 Dollar. Am Nachmittag stiegen die Preise leicht auf etwa 11.600 Dollar und lagen im Vergleich zum Vortag etwa 14 Prozent im Minus.

Die Kryptowährung Ethereum liegt derzeit rund 23 Prozent im Minus und die Währung Ripple sogar etwa 33 Prozent.

Der Daten-Plattform Ariva zufolge befinden sich alle dort aufgelisteten Kryptowährungen im Minus, wobei sich die Verluste flächendeckend zwischen 20 und 30 Prozent bewegen.

„Anleger zeigen sich derzeit spürbar verunsichert“, sagte der Deutschlandchef des Onlinebrokers DailyFX, Timo Emden. „Zu sehr lasten aktuell Negativschlagzeilen auf der gesamten Cyberwährungswelt.“ Wenn die Nervosität im Markt wie derzeit steige, könne es besonders bei unerfahrenen Investoren und Händlern schnell für Frust sorgen, fügte Mati Greenspan, Kryptowährungsanalyst bei der Onlinetradingplattform eToro, hinzu. Der starke Preisanstieg bei Bitcoin im vergangenen Jahr hatte auch viele Kleinanleger in Cyberdevisen gezogen.

Immer mehr Länder schieben dem Handel mit Kryptowährungen inzwischen einen Riegel vor. Südkorea denkt über ein komplettes Verbot nach. Der Finanzminister des Landes kündigte am Dienstag mehrere Maßnahmen gegen „irrationale“ Investitionen in Kryptowährungen an.

Die chinesischen Behörden planen laut Bloomberg den Zugang zu in- und ausländischen Börsen für Cyber-Devisen zu blockieren. China untersagte bereits im vergangenen Jahr die sogenannten Initial Coin Offerings (ICO). Dabei sammeln Firmen Geld bei Anlegern ein und geben statt Aktien oder Anleihen digitale Anteile (Token) aus. Diese werden dann als Kryptowährung an speziellen Börsen gehandelt.

Die heutigen Verluste führen dazu, dass der Bitcoin-Preis verglichen zu seinem bisherigen Höchststand von Mitte Dezember bei etwa 20.000 Dollar um etwa 40 Prozent gesunken ist. Dabei wurde eine theoretische Marktkapitalisierung von 130 Milliarden Dollar ausgelöscht.

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