Politik

Übernahmen bei Essens-Lieferdiensten deuten sich an

Lesezeit: 1 min
27.01.2018 22:36
Der Chef des Essenslieferdienstes Delivery Hero erwartet mehr Fusionen in der Branche.
Übernahmen bei Essens-Lieferdiensten deuten sich an

+++Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Zwei der größten europäischen Essenslieferdienste, Delivery Hero und Takeaway.com, laufen sich offenbar für eine Fusion warm. „Wir gehen davon aus, dass es eine Konsolidierung in unserer Branche gibt“, sagte Delivery-Hero-Chef Niklas Östberg der Nachrichtenagentur Reuters.

Am Wochenende hatte der Chef des niederländischen Konkurrenten Takeaway.com, Jitse Groen, erklärt, ein Zusammenschluss mit dem globalen Marktführer aus Berlin „wäre eine Option“. An den Börsen sorgten die Spekulationen für Begeisterung: Die im SDax notierte Aktie von Delivery Hero kletterte um fünf Prozent und führte den Index an. Für Takeaway ging es in Amsterdam rund vier Prozent nach oben.

Auf dem Heimatmarkt, wo Delivery Hero mit seinen Marken „Lieferheld“ und „Pizza.de“ mit Takeaways „Lieferando“ konkurriert, rechnet Östberg allerdings nicht damit, dass es schnell zu einem Zusammengehen kommt: „Für Deutschland halten wir das kurzfristig für unwahrscheinlich.“

Der Markt für Essenslieferdienste gilt als umkämpft. Die Anbieter erhalten in der Regel pro Order vom Restaurant eine Umsatzbeteiligung. Beobachter gehen davon aus, dass sich die Gebühren hochschrauben lassen, wenn es weniger Plattformen und damit weniger Wettbewerber gibt. Zudem laden sich Kunden häufig nur eine App auf ihr Smartphone, über die sie dann bestellen.

In dem margenschwachen Geschäft tummeln sich in Europa neben Delivery Hero und Takeaway.com noch Just Eat aus Großbritannien und das US-Unternehmen GrubHub. Dabei ist Takeaway.com mit einer Marktbewertung von rund zwei Milliarden Euro deutlich weniger wert als Delivery Hero, die nach ihrem Börsengang im vergangenen Sommer bereits auf mehr als sechs Milliarden Euro kommen.

Die Berliner, die in 40 Ländern aktiv sind, haben sich ihre Kasse kürzlich mit frischem Geld gefüllt. Mit der Platzierung neuer Aktien nahm das Unternehmen brutto rund 362 Millionen Euro ein. Auch der Chef des Delivery-Hero-Investors Rocket Internet, Oliver Samwer, hat im Reuters-Interview eine Konsolidierung für wahrscheinlich erklärt. Es hätten sich weltweit auch nur „eine große Suchmaschine und ein großes Online-Buchungsportal“ durchgesetzt.

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Politik
Politik WHO lehnt Impfpässe ab: „Corona-Pandemie ist in 10 Monaten vorbei“

Die WHO hat sich gegen die Einführung von Impfpässen ausgesprochen. Diese seien nicht zielführend, zudem sei die Pandemie bald vorbei....

DWN
Politik
Politik DWN-Exklusiv - Marine-Manöver im Mittelmeer: Türkei bereitet sich auf möglichen Krieg vor

Die Türkei führt im Mittelmeer und in der Ägäis aktuell ein groß angelegtes Marinemanöver durch. Das Land bereitet sich auf einen...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin in Gefahr: Es drohen Hackerangriffe, Preisverfall und das endgültige Verbot

DWN-Finanzexperte Andreas Kubin analysiert die Zukunft des Bitcoin.

DWN
Politik
Politik Hohe Investitionen, strategische Autonomie: China stellt die Weichen für die kommenden fünf Jahre

Die grundlegenden Weichenstellungen auf dem derzeit stattfindenden Volkskongress deuten eine Tendenz zu Selbststärkung und innerer...

DWN
Finanzen
Finanzen Wenn sich die Börse überhitzt, bringt Gold Sicherheit ins Portfolio

Die Daten zeigen es: Wenn es an der Börse stark bergab geht, dann haben in der Vergangenheit jene Investoren gut abgeschnitten, die...

DWN
Finanzen
Finanzen Dax bricht zum Wochenenende ein - VW überrascht mit Aussagen zur E-Mobilität

Das deutsche Leitbarometer verzeichnet heute Morgen Verluste. Heute Nachmittag gibt es wieder wichtige Konjunkturdaten.

DWN
Politik
Politik Putin und Nawalny für Friedensnobelpreis nominiert

Unter den Nomminierten für den diesjährigen Friedensnobelpreis finden sich auch Russlands Präsident Wladimir Putin und sein Gegenspieler...

DWN
Finanzen
Finanzen Monetärer „Reset“: Warum der Goldstandard das Fiat-Geldsystem ersetzen muss

Das aktuelle Fiat-Geldsystem ist durchsät von finanziellen Verzerrungen und Schulden. Dieses System ist eigentlich am Ende. Der Übergang...