Finanzen

Online-Anbieter locken Kunden mit Negativzinsen bei Krediten

Lesezeit: 1 min
03.03.2018 18:15
Mehrere Online-Kreditanbieter haben inzwischen Kredite mit hohen negativen Zinsen im Angebot.
Online-Anbieter locken Kunden mit Negativzinsen bei Krediten

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Bei Ratenkrediten im Internet locken Anbieter die Verbraucher mit immer niedrigeren Zinssätzen. Das Portal Smava senkte seinen effektiven Jahreszinssatz für einen Konsumentenkredit auf minus drei Prozent, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. „Das heißt: Ich leihe mir 1.000 Euro und muss nur 953,80 Euro zurückzahlen“, erklärte Smava-Chef Alexander Artopé. Smava reagierte damit auf das Vergleichsportal Check24, das einen Online-Kredit mit einem negativen Zinssatz von minus 1,5 Prozent ins Angebot aufnahm.

Beide Kredite können nur von Kreditnehmern mit sehr guter beziehungsweise guter Bonität beantragt werden. Zudem können maximal 1.000 Euro aufgenommen werden. Das Angebot von Smava gilt bis Ende März, das bei Check24 bis Mitte kommenden Monats. Der eigentliche Kredit kommt bei beiden Online-Anbietern von Partnerbanken.

Die Vergleichsportale nutzen die Negativzinsen als Lockmittel für neue Kunden. Der Markt ist heiß umkämpft, so hat die Commerzbank den Ratenkredit zu einem Kerngeschäft ausgerufen.

Noch nie zuvor hätten Kreditnehmer „so stark von der Niedrigzinsphase und dem Wettbewerb profitiert“, erklärte Artopé. Sein Haus hatte im Sommer 2017 den ersten Negativzins-Kredit auf den Markt gebracht und ihn im Frühjahr neu aufgelegt – ursprünglich mit einem effektiven Zinssatz von minus 0,4 Prozent. Check24 erklärte, der Online-Kredit sei eine „gute Alternative“ zu einem bestehenden Dispositionskredit. Bankkunden, die ihr Girokonto überzögen, zahlten dafür in Deutschland im Schnitt jährlich 9,78 Prozent Dispozinsen.

Verbraucherschützer raten, vor einer Kreditaufnahme gründlich zu überprüfen, ob die Anschaffung unbedingt nötig ist oder ob sich eine günstigere Alternative finden lässt. Laut Bundesbank zahlten Verbraucher im vergangenen Dezember im Schnitt 5,4 Prozent effektiven Jahreszins.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Entlädt China die geldpolitische „Bazooka“?

Die harte Null Covid Politik hat in China erhebliche wirtschaftliche Kollateralschäden verursacht. Die chinesische Zentralbank dürfte nun...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft EU-Kommission: Schulden-Regeln sollen weiter ausgesetzt bleiben

Die Stabilitätsregeln in der EU sollen nach Meinung der Kommission auf unbestimmte Zeit ausgesetzt bleiben.

DWN
Politik
Politik NZZ-Chef: "Die Zeit der liberalen Kreuzzüge ist vorbei."

Am Sonntag wurde dem Chefredakteur der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ), Eric Gujer, in der Frankfurter Paulskirche der Ludwig-Börne-Preis...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Scholz sucht im Senegal nach Gas - vom „Klimaschutz“ ist plötzlich keine Rede mehr

Die Bundesregierung sucht plötzlich händeringend nach Gas. Noch vor wenigen Monaten hatte Berlin die Afrikaner zur Abkehr von fossilen...

DWN
Politik
Politik Gegen China: USA forcieren „drastische“ Aufrüstung Japans

Washington forciert die - bislang untersagte - Aufrüstung Japans. Eine neue Wirtschaftsinitiative soll zudem zur Eindämmung Chinas...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Ukraine: Getreide-Exporte im Mai weiter im Tiefflug

Seit Anfang Mai exportiert die Ukraine nur mehr rund ein Drittel des Getreides im Vergleich zum Mai 2021.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Eine echte Bedrohung: Cyberkrieg gegen deutsche Mittelständler

Die deutschen Mittelständler sind vermehrt Ziel von Cyberattacken ohne sich dagegen erfolgreich wehren zu können.