Gemischtes

Halbautomatische Autos: Erhöhte Unfallgefahr

Lesezeit: 1 min
02.06.2018 00:26
Der Übergang vom Menschen-gesteuerten Auto zum Roboter ist die gefährlichste Phase für den Straßenverkehr.
Halbautomatische Autos: Erhöhte Unfallgefahr

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
OECD  
Studie  
Automobil  

Autos, die teilweise selbständig fahren, könnten die Zahl der Verkehrstoten erhöhen. Das besagt eine Studie des „Internationalen Transport Forums“ der OECD. Zwar sei davon auszugehen, dass selbständig fahrende Autos, bei denen der Fahrer überhaupt nicht mehr einzugreifen braucht, die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle verringern werden. Diese Autos wird es laut Studie in absehbarer Zeit jedoch nicht geben, der Grad der Autonomisierung wird nur allmählich voranschreiten. Während der langjährigen Übergangsphase, in der Mensch und Fahrsystem das Auto gemeinsam steuern, könnte der Straßenverkehr mehr Todesopfer fordern als heute.

Der Grund dafür ist, dass das teilautomatische Fahrsystem dem Fahrer in Notfallsituationen das Steuern überlassen muss. Diese Phase der Übergabe ist mit großer Gefahr verbunden. Berechnungen zufolge benötigt der Mensch rund zwölf Sekunden, um den Wechsel vom passiven Passagier in die Rolle des aktiv handelnden Fahrers zu bewerkstelligen.

Die Studie fordert Autobauer dazu auf, teilautonome Fahrsysteme nicht mehr als Sicherheitsgewinn zu vermarkten. Darüber hinaus erteilt sie teilautonomen Systemen, die die Bequemlichkeit der Fahrer erhöht, ihnen zum Beispiel bei langen Autobahnfahrten erlaubt, die Hände vom Lenkrad zu nehmen, eine Absage.

In letzter Zeit ist es mehrfach zu schweren Unfällen mit teilautonomen Fahrzeugen gekommen. Uber hat Testfahren mit selbstfahrenden Autos nach einem schweren Unfall im US-Bundesstaat Arizona eingestellt.

Dem „Internationalen Transport Forum“ der OECD gehören Auto- und IT-Experten aus 60 Ländern von allen Kontinenten außer Afrika an.

***

Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Bitte unterstützen Sie die Unabhängigkeit der DWN mit einem Abonnement:

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, werden Sie von uns benachrichtigt und können dann das Abo auswählen, dass am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Finnland soll ab Samstag kein russisches Gas mehr bekommen

Russland stellt Samstagmorgen die Gaslieferungen nach Finnland ein. Ab 06:00 Uhr werde kein Gas mehr fließen, teilt der finnische...

DWN
Deutschland
Deutschland JP Morgan nimmt verstärkt deutschen Mittelstand ins Visier

Die US-Großbank JP Morgan nimmt verstärkt den deutschen Mittelstand ins Visier. Doch der Markt ist bereits hart umkämpft.

DWN
Politik
Politik Türkei provoziert Nato mit Eindringen in griechischen Luftraum nahe US-Basis

Zwei türkische Kampfjets sind am Freitag in den griechischen Luftraum eingedrungen und näherten sich Alexandroupolis, das US-Militär...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Politik
Politik Zwei Brüder im Geiste: Russland kämpft in der Ukraine - China probt den Krieg

Während der Ukraine-Krieg Europa in Atem hält, fährt China in den Gewässern des Pazifiks schwere Geschütze auf.

DWN
Deutschland
DWN
Politik
Politik Spannungen nehmen weiter zu: China entsendet Zerstörer und Flugzeugträger / Sorge auf Okinawa

Geraten jetzt auch Japan und andere pazifische Anrainerstaaten ins Visier der chinesischen Streitkräfte?

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesetat 2022 sieht zweithöchste Neuverschuldung der Geschichte vor

Im Bundeshaushalt 2022 ist eine Neuverschuldung von 138,9 Milliarden Euro vorgesehen. Und ein erheblicher Posten ist dabei noch nicht...