Deutschland

Tschechischer Investor greift nach Handelskonzern Metro

Lesezeit: 1 min
27.08.2018 11:47
Der tschechische Investor Daniel Kretinsky erwägt, zum Mehrheitsaktionär bei Metro aufzusteigen.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky will zum größten Aktionär beim Handelsriesen Metro aufsteigen. Nach Haniel prüft nun auch die Elektronikhandels-Holding Ceconomy den Verkauf ihres Metro-Anteils an eine von Investor Kretinsky kontrollierte Gesellschaft, wie Ceconomy am Montag laut Reuters mitteilte. Eine Entscheidung, ob und zu welchen Bedingungen der Verkauf abgeschlossen werden könnte, sei allerdings noch nicht gefallen. Die im MDax-notierten Ceconomy-Aktien stiegen mehr als fünf Prozent, die Metro-Aktien schossen sogar mehr als 17 Prozent nach oben.

Ceconomy mit seinen Elektronikmarktketten Media Markt und Saturn hält rund zehn Prozent an Metro, wovon ein Prozentpunkt steuerlichen Sperrfristen unterliegt. Bereits vereinbart ist der Verkauf eines 7,3-prozentigen Metro-Anteils der Duisburger Familienholding Haniel an die EP Global Commerce GmbH (EPGC), an der neben Kretinsky der slowakische Investor Patrik Tkac beteiligt ist.

EPGC hat außerdem eine Option zum Kauf der restlichen 15,2 Prozent, die Haniel dann noch an Metro hält. Damit könnte Kretinsky über kurz oder lang in den Besitz von mehr als 30 Prozent der Metro-Anteile gelangen und müsste dann den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot unterbreiten.

Kretinksy ist in Deutschland kein Unbekannter - er kontrolliert den Strom-Versorger EPH. Dieser hatte in der Bundesrepublik die Braunkohlekraftwerke und den Tagebau von Vattenfall übernommen.

Die Aktien der Metro verzeichneten am Montag einen Kurssprung von bis zu 18 Prozent.  Die ebenfalls im MDax notierten Cceconomy-Titel kletterten um 4,2 Prozent in die Höhe.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Beziehungen der Türkei zu Griechenland und den USA verschlechtern sich rapide

Die türkische Regierung hat einen Militäreinsatz gegen mit den USA verbündete Milizen in Syrien angekündigt. Die Drohung ist ein...

DWN
Politik
Politik Wahlskandal bei Bundestagswahl in Berlin: Falsche Stimmzettel ausgegeben - Neuwahlen drohen

Chaos In Berlin: Politiker stellt Strafanzeige wegen Wahlbetrugs - Wahlwiederholung wahrscheinlich.

DWN
Unternehmen
Unternehmen 320.600 Techniker fehlen: Deutscher Fachkräftemangel erreicht neuen Höhepunkt

Vor allem in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (Mint) wächst die Nachfrage auf Rekordniveau. Mit der...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Deutschland
Deutschland Für den Notfall: Bundesregierung baut Reserve an Kohlekraftwerken aus

Gestern Klimakiller, heute Retter in der Not? Im Angesicht der Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas greift die Bundesregierung...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Einzelhandel: Keine Erholung in Sicht

Der deutsche Einzelhandel leidet weiter unter der anhaltenden Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine.

DWN
Deutschland
Deutschland IfW-Vize fordert Rente mit 70: "Rentenversicherung läuft in ein Finanzierungsproblem"

Der Vorschlag des Vizepräsidenten des IfW Kiel, Stefan Kooths, wurde kontrovers diskutiert. Nun will er Missverständnisse aus dem Weg...

DWN
Deutschland
Deutschland Schluss mit lustig: Immobilienmarkt unter Druck

Mit Ende des Jahres erwartet die Immobilienbranche einen Rückgang der Immobilen-Preise.