Politik

US-Sanktionen nahen: Iran füllt Chinas Öl-Lager

Lesezeit: 1 min
20.10.2018 21:28
Der Iran lagert Millionen Barrel an Öl am nordostchinesischen Hafen Dalian, um China vor Inkrafttreten der US-Sanktionen noch ausreichend zu versorgen.
US-Sanktionen nahen: Iran füllt Chinas Öl-Lager

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der englischsprachige Dienst von Reuters berichtet, dass die National Iranian Tanker Company (NITC) 20 Millionen Barrel an Öl an den nordostchinesischen Hafen Dalian verschifft hat. Die Ladung soll ankommen, bevor die US-Sanktionen gegen den iranischen Öl- und Gassektor am 4. November 2018 in Kraft treten. "Wir haben verschiedene Möglichkeiten, unser Öl zu verkaufen und wenn die Tanker Dalian erreichen, werden wir entscheiden, ob wir es an andere Kunden oder an China verkaufen werden", so eine anonyme Quelle aus der iranischen Reederei-Branche.

In Dalian kommen in der Regel monatlich zwischen einer Million und drei Millionen Barrel iranisches Öl an. Der Hafen verfügt über einige der größten Raffinerien und kommerziellen Öllagerstätten in China. Der drittgrößte Produzent der OPEC, der Iran, hat das Problem, dass die Anzahl der Öl-Kunden wegen der anstehenden Sanktionen zurückgeht.

Der Iran hat während der ersten Sanktionsrunde im Jahr 2014 Öl in Dalian gelagert. Das Öl wurde später an Südkorea und Indien verkauft.

Mitte Oktober sagte der iranische Vizepräsident Eshaq Jahangiri, dass der Iran bereit sei, den Sanktionen der USA entgegenzuwirken. Die Regierung in Teheran habe bereits neue Partner gefunden, um das iranische Öl zu verkaufen.


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Grenzziehung: Russlands Planspiele sorgen für Besorgnis bei Nachbarn
22.05.2024

Ein russisches Gesetzesprojekt zur Neubestimmung der Ostsee-Grenzen sorgt für Aufregung bei Nachbarländern. Litauen spricht von...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Handelskonflikt mit USA und EU heizt sich auf: China erwägt höhere Import-Zölle auf Verbrenner
22.05.2024

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China eskaliert weiter und erfasst nun auch europäische Autobauer, die gar keine E-Autos...

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank: Konjunkturaussichten hellen sich langsam auf
22.05.2024

Die deutsche Wirtschaft scheint das Gröbste überstanden zu haben. Nach einem leichten Wachstum zu Jahresbeginn dürfte die Konjunktur...

DWN
Politik
Politik Lehrerverband will Islamunterricht: Lösung für bessere Integration oder Anbiederung?
22.05.2024

Gut 1,6 Millionen Schüler moslemischen Glaubens besuchen mittlerweile Deutschlands Schulen. Für sie wünscht sich der Präsident des...

DWN
Immobilien
Immobilien Bessere Laune im Bausektor, aber Auftragsmangel immer noch zentrales Problem
22.05.2024

Auf dem ZIA-Finance Day letzte Woche ging es - unter anderen Schlüsselthemen - um die sich stabilisierende makroökonomische Lage in...

DWN
Finanzen
Finanzen Der DWN-Marktreport: Börsen im Rally-Modus – Aktienmärkte erreichen Allzeithochs, Metalle glänzen
22.05.2024

Die vergangene Woche konnte sich sehen lassen: Die internationalen Finanz- und Rohstoffmärkte warteten mit beeindruckenden Preisbewegungen...

DWN
Politik
Politik Erleichterungen für Hausarztpraxen im Fokus
22.05.2024

Das Bundeskabinett befasst sich mit einer stärkeren Absicherung der Gesundheitsversorgung für Patientinnen und Patienten - besonders in...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Europawahl und die AfD: Unternehmen äußern wirtschaftliche Bedenken
22.05.2024

Neue IW-Studie: Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen lehnt die AfD deutlich ab. Sie sind besorgt über den Wirtschaftsstandort...