Weltwirtschaft

Ölpreis innerhalb weniger Tage eingebrochen

Lesezeit: 1 min
09.11.2018 17:42
Der Ölpreis hat innerhalb weniger Tage stark nachgelassen.
Ölpreis innerhalb weniger Tage eingebrochen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Sorgen der Händler vor einem Abschwung der Konjunktur und einem Überangebot an Rohöl hinterlassen am Ölmarkt immer stärkere Spuren. Die Ölpreise rutschten am Freitag weiter ab: die Nordseesorte Brent verbilligte sich um 2,2 Prozent auf ein Sieben-Monats-Tief von 69,13 Dollar je Barrel. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligte sich um 2,3 Prozent auf 59,28 Dollar je Barrel.

In den USA ist der Rohölpreis seit seinem Anfang Oktober markierten Vier-Jahres-Hoch um rund 20 Prozent zurückgegangen. Börsianer sprechen bei einer solchen Abwärtsbewegung von einem "Bärenmarkt", in dem die Kurse anhaltend fallen. „Es gibt nichts, was den Bärentrend aufhalten kann", sagte Analyst Stephen Brennock vom Londoner Brokerhaus PVM Oil. Die anschwellende Ölproduktion und ein schwächerer Wachstumsausblick für die Weltwirtschaft verstärkten die Talfahrt, so Brennock.

In den USA, Russland und Saudi-Arabien läuft die Öl-Förderung dennoch auf vollen Touren: Zusammen produzieren die drei Länder mehr als 33 Millionen Barrel pro Tag, was einem Drittel des weltweiten Angebots entspricht. Die drei Förderländer haben ihren Ausstoß stetig hochgefahren, um mögliche Ausfälle des im Iran geförderten Öls zu kompensieren. Nun produzieren sie aber mehr, als nötig wäre. Hinzu kommt: Der Iran hat durch die US-Sanktionen seit Anfang des Monats zwar mit Gegenwind zu kämpfen. Praktisch ist es durch Ausnahmeregelungen bei den Sanktionen jedoch so, dass das Land weiterhin große Mengen Öl exportiert.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik „Bausteine einer anderen Gesellschaftsordnung“: BDI identifiziert den totalitären Charakter der Grünen

Der Bundesverband der deutschen Industrie warnt vor den im Parteiprogramm der Grünen verankerten Zielen. Diese liefen nicht nur der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Sonderziehungsrechte: Kapitalspritze des IWF ist zum Scheitern verurteilt

Die Kapitalspritze des IWF in Form von Sonderziehungsrechten ist eine Mogelpackung. Denn die geplanten 650 Milliarden US-Dollar werden vor...

DWN
Politik
Politik Richter wirft Merkel-Regierung Nichtachtung der Justiz vor

Der aktuelle Direktor des Amtsgerichts Bielefeld und Ex-Vorsitzende des Deutschen Richterbunds, Jens Gnisa, erhebt schwere Vorwürfe gegen...

DWN
Finanzen
Finanzen Hoffnung auf Bitcoin-ETF treibt Kryptowährung Richtung Allzeithoch

Bitcoin hat am Wochenende einmal mehr Anlauf auf sein Rekordhoch genommen. Namhafte Investoren und die Hoffnung auf einen neuen...

DWN
Deutschland
Deutschland Der Feldzug gegen den Verbrennungsmotor stößt zunehmend auf Widerstand

Angesichts der massiven Schäden für den Wohlstand und die Arbeitsmärkte der europäischen Staaten regt sich verstärkt Widerstand gegen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Fraunhofer nimmt ersten IBM-Quantencomputer außerhalb der USA in Betrieb

Die Entwicklung einer Infrastruktur für Quanten-Computer kommt in Deutschland langsam voran.

DWN
Finanzen
Finanzen Drohende US-Sanktionen: China gründet Joint Ventures mit globalem Zahlungsdienstleister Swift

Mehrere chinesische Finanz-Institutionen haben Joint Ventures mit dem internationalen Zahlungsabwickler Swift gegründet. Beobachter stufen...

DWN
Politik
Politik Machtwechsel stoppt Abbau Seltener Erden auf Grönland

Ein politischer Machtwechsel legt Pläne für einen umfassenden Abbau Seltener Erden auf Grönland auf Eis.