Darf ein guter Service einer Filialbank Geld kosten?

 

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23.11.2018 15:43
Darf ein guter Service einer Filialbank Geld kosten?

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Immer und immer wieder werden wir Menschen im Internet von Online-Angeboten verschiedener Finanzdienstleister regelrecht überschüttet. Egal, ob Sie Ihr Girokonto, eine Depotanlage, diverse Tagesgeldkonten oder Kredite über eine Bank im Internet abwickeln möchten – nahezu alles ist im Zeitalter des 21. Jahrhunderts möglich. Fraglich ist jedoch, ob sich der gute Service einer Filialbank nicht auf Dauer rechnen kann. Schließlich sind Internetbanken vor allem eines: kostengünstig.

Hier sollte der Verbraucher jedoch sehr technik-affin mit allen kleinen und großen Hürden im Bankwesen umgehen können. Schließlich muss er selbst alle Formulare online ausfüllen und sich auch um die Übermittlung der richtigen Daten per Scan kümmern. Was ist, wenn irgendwelche Fragen entstehen, die nicht beantwortet werden?

In unserem kleinen Guide stellen wir die Tücken einer Internetbank vor, die Ihnen vielleicht noch gar nicht bewusst sind. Allerdings hat auch die Filialbank nicht nur Vorteile. Informieren Sie sich hier und entscheiden Sie dann, welcher Finanzdienstleister am besten zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt. Neugierig?

Die Filialbank – sie steht mit Rat und Tat zur Seite

Viele Banken, die Sie sicher schon seit vielen Jahren kennen, werben damit, dass sie für den Kunden persönlich da sind. Dabei werden Beratungstermine angeboten, bei denen man sich bei einer Tasse Kaffee entspannt unterhalten kann. So weit – so gut! Dieser Service, bei Bedarf immer mit einem Mitarbeiter sprechen zu können, dem Sie im besten Falle auch Ihr Vertrauen schenken, hört sich erst einmal gut an. Allerdings sollte man wissen: Dieser Service kostet Geld. Somit bezahlt der Verbraucher teure Gebühren fürs Girokonto oder für sein Depot. Letztendlich übernimmt die Bank dafür auch bestimmte Leistungen, wie zum Beispiel die Änderungen der Einzugsaufträge. Ob Ihnen diese paar Hilfsdienste die Preise allerdings wert sind, müssen Sie selbst entscheiden.

Müssen Banker nicht alle nur verkaufen?

Fraglich ist ebenfalls, ob Sie beim persönlichen Beratungsgespräch auf einen Banker Ihres Vertrauens stoßen. Die Zinsspanne ist eng – Bankangestellte sind deshalb mehr denn je dazu angehalten, Wertpapiere und andere Produkte zu verkaufen, an denen die Bank gut verdient. Genau aus diesem Grund heraus sollte man stets bedenken: Seien Sie bitte vorsichtig, wenn Ihnen der Banker nur Verträge „aufschwatzen“ will.

Nicht alle Menschen informieren sich selbst fundiert, wenn es ums Geld geht. Deshalb macht es durchaus Sinn, vor der Vertragsunterschrift noch einmal eine Nacht zu schlafen oder einen Familienangehörigen oder guten Freund um Rat bitten. Nichtsdestotrotz gibt es auch seriöse Banker, die Ihnen mit den ein oder anderen Problemen und Fragen in Sachen Geld sinnvoll zur Seite stehen. Gerade, wenn zu Unrecht Dinge vom Konto abgebucht werden oder bei den Finanzen nicht alles glatt läuft, ist es besser, einen Ansprechpartner vor Ort zu haben, als nur im Netz per Mail, Chat oder Hotline Dinge lösen zu wollen.

Wie teuer ist guter Service?

Natürlich ist es auch immer eine Frage der Summen, die an Gebühren entstehen, ob Ihnen diese Preise den guten Service wert sind. Auch unter den Filialbanken gibt es hier große Unterschiede. Viele Großbanken verlangen von privaten Kunden immense Gebühren. Manche Sparkassen oder Volksbanken auf dem Lande hingegen sind keinesfalls zu teuer. Hier muss jeder Verbraucher selbst entscheiden, was die Bank kosten darf. Eines steht fest: Hohe Gebäude- und Personalkosten bezahlt letztendlich der Kunde. Da die Kostenstruktur bei Banken ohnehin zur Zeit sehr angespannt ist, stellen diese Ausgaben für die Bank einen hohen Wert dar, den letztendlich der Kontoinhaber bezahlen muss. Möchten Sie nähere Informationen rund um Finanzen und Banken erfahren? Sie finden zu diesem Thema alles hier.

Tipp: Vergleich macht reich. Nutzen Sie den Service, der zu Ihnen passt. Wenn Sie gern zu Frau Müller von der Sparkasse am Ort zu einem Plausch gehen, sind 2 Euro Kontoführungsgebühren mehr im Monat durchaus gerechtfertigt.

Internetbanken – sind sie sicher?

Wie bereits erwähnt, wachsen Internetbanken wie Pilze im Wald aus dem Boden. Dabei muss man erkennen: Viele Kunden möchten online all ihre Bankgeschäfte abwickeln. Genau für diese Art von Verbraucher ist der Service einer Direktbank perfekt. Am Wochenende kann selbst jeder Interessierte entscheiden, welche Verträge er abschließen möchte. Schließlich ist es rund um die Uhr möglich, Geschäfte zu machen.

Allerdings fragen sich viele Kunden, ob anonyme Banken im Internet auch die beste Sicherheit bieten. Wie kann es sein, dass eine Bank aus Holland auch in Deutschland oder Österreich ihre Geschäfte anbietet? Ganz egal, für welche Bank Sie sich auch entscheiden: Letztendlich unterliegen Einlagen bis zu einer bestimmten Höhe einer Einlagensicherung. Somit sind Ihre Gelder abgesichert, auch wenn die Bank pleite geht.

Auch die Summen, die auf Investmentfonds liegen, werden als sogenanntes Sondervermögen extra ausgewiesen. Dieses Vermögen steht dem Anleger zu, völlig egal, wie es um die Bonität der Bank steht. Sie sehen also: Auch Internetbanken bieten meist eine gute Sicherheit. Dennoch sollten Sie sich nur für eine seriöse und bekannte Bank entscheiden, bei der Sie sich rundum wohlfühlen.

Wie ist der Service der Hotline bei einer Internetbank?

Nicht immer können wir alle technischen Dinge am PC selbst meistern. Außerdem entstehen doch einmal Fragen, wenn wir uns Verträge durchlesen oder einzelne Punkte der AGBs verstehen möchten. Genau hierfür bieten viele Banken im Netz einen 24 Stunden-Service einer Telefon-Hotline an. Wie sieht es um die Qualität dieses Services aus? Grundsätzlich sind die Mitarbeiter am Telefon meist perfekt geschult und mehr als freundlich. Sehr unterschiedlich ist die Qualität der Auskünfte zu beurteilen. Manchmal werden Gespräche schnell abgewimmelt oder der Rückruf-Service funktioniert nicht. Natürlich erfolgt niemals eine Beratung in Sachen Vermögensanlage am Telefon.

Dafür ist die Internetbank meist sehr preiswert und überzeugt mit vielen Angeboten rund um die Geldanlage. Genau deshalb spart sich meist der Kunde auch Geld für Depot, Kreditkarte, Girokonto und vieles mehr. Schließlich müssen bei Direktbanken keine allzu hohen Gebäude- und Personalkosten auf den Kunden umgelegt werden. Somit zählt vor allem ein Vorteil von vielen Direktbanken: Der Kunde bekommt Finanzdienstleistungen zu einem mehr als günstigen Preis. Dafür sollte er sich selbst weitgehend in Sachen Geldanlage auskennen.

Depotanlage im Internet

Gerade in einer Welt ohne Zinsen wählen immer mehr Verbraucher die Sachwertanlage. Diese Art der Anlage kann sehr gute Erträge abwerfen, auch wenn die Zinsen derzeit sehr gering ausfallen. Was sind Sachwertanlagen? Diese Anlagen werden vor allem in Form von Immobilien, Aktien oder Rohstoffen dargestellt. All diese Anlageformen kann sich der Verbraucher in ein Wertpapier-Depotkonto legen. In diesem Depot sind alle Wertpapiere verwahrt, die auf den Kontoinhaber lauten.

Welche Aktien- und Investmentfonds der Anleger allerdings kaufen will, sollte er selbst entscheiden. Hier gibt es keinerlei Beratungsleistung bei der Direktbank. In der Filialbank hingegen erklärt Ihnen ein solider Banker das ein oder andere Produkt, das Sie persönlich interessiert. Die Depotkosten bei der Direktbank sind meist sehr preiswert. Auch Transaktionskosten bei Kauf und Verkauf an der Börse fallen bei der Internetbank geringer als bei jeder Bankfiliale aus. Fakt ist, dass alle Käufe und Verkäufe an der Börse vom Depotinhaber selbst erfasst werden müssen. Allerdings sind diese kleinen Aufgaben für jeden Verbraucher, der sich mit einem Laptop gut beschäftigen kann, grundsätzlich zu bewältigen.

Die Prämie zur Konto-Eröffnung: Sollten Sie sich diese sichern?

Immer mehr Anbieter von Finanzdienstleistungen locken mit Willkommens-Prämien, wenn Sie ein Depot online eröffnen und Ihre Depotbestände von einer anderen Bank übertragen. Auch beim Girokonto, das neu eröffnet wird, kann ein Bonus den Verbraucher locken, seine Bankverbindung zu wechseln. Nicht selten ist gerade die Prämie in Höhe von 200 Euro oder mehr (beim Depot) oft ein Geschenk, das den Verbraucher neugierig macht. Wie sollte man hierüber denken?

Im Grundsatz ist gegen diese Prämie nichts einzuwenden, wenn diese nicht an komplizierte Umstände gekoppelt ist. Wer jedoch die Prämie nur behalten darf, wenn er zum Beispiel verspricht, eine bestimmte Anzahl an Transaktionen in einer kurzen Zeitspanne bei der neuen Bank vorzunehmen, sollte vorsichtig sein. Es zählt, was immer zählt: Bitte lesen Sie das Kleingedruckte. Nur so können Sie genau feststellen, ob Sie die Prämie auf Dauer für sich als kleinen Gewinn generieren dürfen. Lassen Sie sich nicht von gut dargestellten Lockangeboten verleiten, alle Konten zu wechseln und doch erst im Nachhinein zu erkennen, dass neue Wege nicht immer die Besten sind.

Wie sieht es in Sachen Cyberkriminalität aus?

Immer mehr Lug und Betrug findet im Netz statt. Kontodaten werden gehackt, Betrügereien in Sachen Kreditkarte und Co liegen an der Tagesordnung. Dennoch sind viele Passwörter sicher und können jederzeit von Ihnen geändert werden. Wie heißt es so schön? Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste! Gehen Sie stets wachsam und mir Vorsicht um, wenn Sie Bankdaten im Netz erfassen oder skeptisch sind. Wer sich in Sachen Cyberkriminalität gar nicht wohlfühlt, sollte seine Geschäfte besser bei einer „guten, soliden Filialbank“ abwickeln.

Fazit

Sie sehen selbst: Es kommt immer darauf an, welche Bedürfnisse Sie in Sachen Geldanlagen erfüllt wissen möchten. Wer sich gern rund um die Uhr mit der Technik auseinandersetzt und gerne

Online-Verträge ausfüllt, muss sich nicht gegen die Internetbank wehren. Allerdings sollte man sich nicht ausschließlich von billigen Anbietern mit Null Service überzeugen lassen.

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