Finanzen

Allianz baut erste ausländische Holding in China auf

Lesezeit: 1 min
26.11.2018 13:32
Die Allianz darf die erste ausländische Versicherungsholding in China aufbauen.
Allianz baut erste ausländische Holding in China auf

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Allianz bekommt in China von den Behörden mehr Handlungsspielraum. Als erster ausländischer Versicherer darf der Münchner Branchenriese in China eine Holding gründen, an der kein einheimisches Unternehmen beteiligt ist, wie die Allianz am Sonntag mitteilte.

Die Banken- und Versicherungsaufsicht Chinas gab nun wie erwartet grünes Licht. „Das ist ein bedeutender Meilenstein für uns, unsere Präsenz in diesem strategischen Markt zu erweitern“, sagte Vorstandschef Oliver Bäte am Sonntag. Die Allianz werde von der Liberalisierung und dem Wachstum des Marktes profitieren, der in den nächsten zehn Jahren um rund 14 Prozent pro Jahr wachsen soll.

Gegründet werden soll die China-Holding, die mit eigenem Kapital ausgestattet werden muss, im kommenden Jahr. Der Schritt folgt dem Versprechen der chinesischen Regierung, ausländischen Firmen den Zugang zur Wirtschaft des Landes nach und nach zu öffnen.

Operativ ist die Allianz nach eigenen Angaben bereits seit mehr als 100 Jahren in China aktiv, sie beschäftigt dort 2000 Mitarbeiter. In der Lebensversicherung unterhält sie ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem staatlichen Finanzriesen CITIC unter dem Namen Allianz China Life. In der Schaden- und Unfallsparte hatte sie im Juli eine Partnerschaft mit dem chinesischen Internet-Händler JD.com angekündigt. Er soll 30 Prozent der Anteile an Allianz China übernehmen, mit dem Ziel einen Online-Versicherer mit der Allianz zu gründen.

Die Öffnung der chinesischen Wirtschaft war auch von der Bundesregierung immer wieder angemahnt worden. Nun bewegt sich China in diese Richtung - was auch als versöhnliches Signal im Handelskonflikt mit den USA gewertet wird. Inzwischen gibt es zwölf ausländische Unternehmen aus dem Finanzsektor, denen die chinesischen Aufseher erlaubt haben, eigene Töchter zu gründen. Die Behörde erklärte, sie werde den Finanzsektor nach und nach weiter öffnen, gleichzeitig aber die Risikoüberwachung und die Aufsicht verbessern.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Zinswende der EZB trifft Deutschland besonders hart

Durch die EZB-Zinswende müssen die Euro-Staaten künftig wieder höhere Zinsen zahlen. Besonders hart trifft dies jene Staaten, die...

DWN
Politik
Politik Chaos nach der Frankreich-Wahl: Ein verratenes Vermächtnis - und was das für Deutschland bedeutet

Die Franzosen haben bei der Wahl mal wieder Ohrfeigen verteilt - fast alle haben ordentlich eins gewischt bekommen.

DWN
Politik
Politik Heute Ukraine, morgen Taiwan? Was China von Russlands Kriegsführung lernt

Russlands Einmarsch in die Ukraine verläuft stockender, als von Moskau geplant. Welche Schlüsse zieht Peking daraus?

DWN
Finanzen
Finanzen Was können wir vom Schweizer Rentensystem lernen?

Für die deutsche Altersvorsorge sieht es düster aus. Das belegen Statistiken mittlerweile zu hunderten. Vielleicht hilft ein Blick zu...

DWN
Politik
Politik Janine Wissler bleibt Vorsitzende der Linken

Zweite Chance für Janine Wissler. Die Hessin wurde am Samstag auf dem Bundespartei der Linken in Erfurt als Parteichefin wiedergewählt.

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg: Raketenangriffe auf alle Landesteile, Drohungen gegen Litauen

Die Ukraine meldet schwere russische Raketenangriffe auf alle Landesteile. Russland meldet die Tötung polnischer "Söldner" und droht...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Aktienmarkt verzeichnet starke Woche: Was steckt dahinter?

Mit einer schwungvollen Erholung hat der US-Aktienmarkt am Freitag nach langer Durststrecke eine erfreuliche Woche zu Ende gebracht.

DWN
Technologie
Technologie USA und China messen sich im Supercomputer-Wettkampf

Chinesische Wissenschaftler behaupten, einen Supercomputer gebaut zu haben, der so funktioniert wie ein menschliches Gehirn.