Finanzen

Iran: Öl-Exporte nach Asien gehen drastisch zurück

Lesezeit: 1 min
25.12.2018 18:15
Die iranischen Ölexporte nach Asien sind im Oktober drastisch zurückgegangen. Asien ist der wichtigste Absatzmarkt für das Land.
Iran: Öl-Exporte nach Asien gehen drastisch zurück

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die iranischen Ölprodukterlöse stiegen in den ersten vier Monaten des iranischen Jahres vom 21. März bis zum 23. Juli 2018 um 60 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode und erreichten nach Angaben der iranischen Zentralbank einen Gegenwert von 9,9 Milliarden US-Dollar, berichtet Oilprice.com.

Allerdings kam es anschließend zu einem drastischen Rückgang, da die USA neue Sanktionen gegen den Iran angekündigt hatten. Im Oktober sanken die Ölexporte aus dem Iran in die asiatischen Länder - ihre größten Kunden - aufgrund der fehlenden Gewissheit über US-Ausnahmeregelungen auf durchschnittlich 762.000 Barrel Öl pro Tag (bpd). Das geht aus offiziellen Daten des iranischen Zolls und den von Reuters gemeldeten Versanddaten hervor. Dies war der niedrigste monatliche Durchschnitt der iranischen Ölexporte nach Asien seit fünf Jahren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde ein Rückgang um 56,4 Prozent verzeichnet.

Südkorea importierte im Oktober kein iranisches Öl, so Oilprice.com. Japan kaufte weiterhin iranisches Rohöl, jedoch zu einem viel niedrigeren Preis als üblich. Die durchschnittlichen täglichen Lieferungen nach Japan lagen nach Angaben des japanischen Handelsministeriums bei 48.033 bpd, dem niedrigsten Stand seit sechs Monaten.

China importierte im Oktober durchschnittlich 247.160 bpd, was im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang von 64 Prozent ausmacht. Indien fuhr mit seinen Importen von iranischem Öl fort. Die Importe lagen im Oktober bei durchschnittlich 466.400 bpd, was im Vergleich zum Vorjahresmonat lediglich einen Rückgang von 0,2 Prozent ausmacht. China war bisher im aktuellen Jahr der größte Käufer von iranischem Rohöl und importierte zwischen Januar und Oktober durchschnittlich 613.200 bpd.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Altkanzler Schröder warnt erneut eindringlich vor Baerbock

Altkanzler Gerhard Schröder warnt zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage vor der neuen Außenministerin. Diese beginnt bereits, mehr Macht...

DWN
Politik
Politik Erster Baerbock-Spruch als Außenministerin: „Deutschland und Frankreich gehören ewig zusammen“

Die neue Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat die Bedeutung der Europäischen Union für Deutschland und die Freundschaft zu...

DWN
Finanzen
Finanzen Zwei weitere Gasversorger stellen Belieferung ihrer Kunden ein

Die bundesweit tätigen Marken gas.de und Grünwelt haben die Belieferung ihrer Kunden eingestellt.

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Geldpolitik: Wer profitiert von 5,2 Prozent Inflation?

Die Sparer ächzen unter den hohen Inflationsraten und den jahrelangen Nullzinsen. Doch es gibt auch Gewinner der EZB-Politik. Kritische...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschlands Industrie: Ohne fossile Energiequellen gehen alle Lichter aus

Die deutsche Industrie ist zwingend auf fossile Energieträger angewiesen. Daran wird sich allen Träumereien der Politik zum Trotz auch...

DWN
Politik
Politik Warum China im Ukraine-Konflikt nicht Partei ergreifen kann

China hat weder die Fähigkeit noch den Willen, im Russland-Ukraine-Konflikt Partei zu ergreifen. In beiden Staaten hat China handfeste...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft EU-Kommission will Sanktionsinstrument gegen externe Einmischung schaffen

Die EU-Kommission will ein Instrument schaffen, mit dem sie weitreichende Eingriffe in die Handelspolitik der Mitgliedsstaaten tätigen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Chipmangel hält VW noch mindestens im ersten Halbjahr 2022 in Atem

Der Chipmangel wird Volkswagen bis weit ins kommende Jahr hinein zu schaffen machen.