Gemischtes

Porsche muss Millionen an Lohnsteuer nachzahlen

Lesezeit: 1 min
04.03.2019 14:37
Porsche hat in den vergangenen Jahren zu wenig Lohnsteuer an das Finanzamt entrichtet.
Porsche muss Millionen an Lohnsteuer nachzahlen
Der Porsche "Taycan" in der Fertigung. (Foto: Porsche)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Autobauer Porsche hat nach Fehlern bei der Lohnsteuer einen Millionenbetrag an das Finanzamt nachgezahlt. Das bestätigte ein Sprecher des Sportwagenbauers am Sonntag auf Anfrage. Demnach hat das Unternehmen bei Gehältern für Mitarbeiter in Altersteilzeit zwischen 2009 und 2017 zu wenig Lohnsteuern abgeführt.

Porsche sprach von einem Rechenfehler, der sich über die Jahre durchgezogen habe. Dem Vernehmen nach soll es sich um eine Nachzahlung von knapp zehn Millionen Euro handeln. Der Betrag sei bereits vor längerer Zeit an das Finanzamt gezahlt worden, hieß es.

Das Finanzamt Stuttgart hatte laut Porsche im Juni 2017 im Zusammenhang mit einer Betriebs- und Lohnsteueraußenprüfung ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die Porsche AG habe "sämtliche Unterlagen bereitwillig zur Verfügung gestellt und vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden kooperiert".

Wie Porsche weiter mitteilte, arbeitet das Unternehmen derzeit mit den Finanzbehörden "sämtliche relevanten Steuersachverhalte kooperativ auf". Wesentliche Sachverhalte seien bereits 2016 und 2017 aufgearbeitet, gemeldet und bezahlt worden. Auf "möglicherweise zu erwartende Steuerzahlungen" habe das Unternehmen mit Sicherheitszuschlägen und Pauschalzahlungen an das Finanzamt reagiert.

Nach Angaben der Bild am Sonntag geht es bei möglichen weiteren Beanstandungen der Behörden unter anderem um Firmen-Veranstaltungen, bei denen Porsche nachweisen müsse, dass es sich um geschäftliche Veranstaltungen gehandelt habe. Porsche betonte, das Unternehmen habe im Zuge des Verfahrens "umfangreiche interne Maßnahmen" ergriffen. Dabei geht es um "Tax-Compliance-Maßnahmen", also Systeme, die das Einhalten steuerlicher Gesetze und Vorgaben der Finanzverwaltung im Unternehmen sichern sollen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Weniger Administration, mehr Innovation: Digitale bAV-Verwaltung schafft Raum für Neues

Was macht einen Arbeitsplatz attraktiver als andere. Sicherlich mehr als nur das monatliche Gehalt. Langfristiges Denken kann sich für...

DWN
Politik
Politik Polen schlägt zurück: EU soll "politische" Nominierung von Richtern in Deutschland prüfen

Im Streit über die Unabhängigkeit der Justiz schlägt Polens Justizminister zurück. Die EU solle die Nominierung führender Richter in...

DWN
Politik
Politik Polens Regierungschef: EU bald kein Bund freier, gleicher und souveräner Staaten mehr

Polens Ministerpräsident warnt in einem Brief an die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten, dass die EU bald ein "zentral...

DWN
Panorama
Panorama Wachsende Krisenangst ist Omen, dass der große Crash wirklich kommt

Wenn große Teile der Bevölkerung eine Krise erwarten, dann ist dies ein echtes Warnsignal. Denn die Märkte werden von den Erwartungen...

DWN
Finanzen
Finanzen So schützen sich Hauskäufer vor dem Platzen der Immobilienblase

Die Wohnimmobilienpreise steigen derzeit so kräftig wie nie. Doch damit könnte bald Schluss sein. Experten mahnen zur Vorsicht beim...

DWN
Politik
Politik Steadfast Noon: Nato-Streitkräfte trainieren für Atomkrieg

Details zu der Atomkrieg-Übung der Nato «Steadfast Noon» sind streng geheim. Doch Flugbewegungen geben Hinweise darauf, wo in diesem...

DWN
Deutschland
Deutschland Energiewirtschaft begrüßt Ergebnisse der Ampel-Sondierung

Die deutsche Stromlobby sieht viel Positives in den Ergebnissen der Ampel-Sondierung. Die teuren CO2-Rechte machten den Kohleausstieg bis...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Chinas Wirtschaft wächst langsamer, Weltkonjunktur in Gefahr

Chinas Wirtschaft hat im Sommerquartal nur um 4,9 Prozent zugelegt, das ist das schwächste Wachstum seit einem Jahr.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Investor Enkraft fordert von RWE schnelleren Kohleausstieg

Der Investor Enkraft Capital hat den Energiekonzern RWE vor dem Hintergrund der Ampel-Verhandlungen zu mehr Tempo beim Kohleausstieg...