Finanzen

Niederländische ABN AMRO enteignet Gold-Kunden

Lesezeit: 1 min
04.04.2013 07:51
Ab April können Kunden der Bank nicht mehr das von ihnen bei der Bank eingelagerte Gold zurückbekommen. Stattdessen erhalten sie den Geldwert ihres Goldes. Andere Edelmetalle sind von der Änderung ebenfalls betroffen. Die Edelmetalle seien aber bei der Bank gut aufgehoben.
Niederländische ABN AMRO enteignet Gold-Kunden

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Update 5.4.: Die ABN AMRO hat in den Deutschen Wirtschafts Nachrichten dazu Stellung genommen. Es ist weiter möglich, das Gold zu bekommen, wenngleich etwas komplizierter.

Die niederländische Bank ABN AMRO hat sich zum 1. April entscheiden, die eigenen Geschäftsbedingungen zu ändern. Diese betreffen vor allem Anleger, die physisches Gold oder andere Edelmetalle bei der Bank eingelagert haben. Wie ein Schreiben der Bank an ihre Kunden zeigt, werden von nun an die Edelmetalle nicht mehr an ihre Besitzer physisch ausgegeben. Vielmehr erhalten die Bankkunden den Geldwert ihrer Edelmetalle. Das Gold und die anderen Edelmetalle seien aber weiterhin bei der Bank gut aufgehoben. Die ABN Amro ist die größte niederländische Bank.

Der Kunde selbst aber müsse angesichts dieser Änderungen in den Geschäftsbedingungen „nichts tun“, so die Bank. „Wir sorgen dafür, dass wir Ihre Investitionen in Edelmetalle auf die neue Art und Weise gehandhabt und verwaltet werden“. Angesichts der Tatsache, dass die ABN AMRO nun dank des Kleingedruckten das Recht hat, statt den Edelmetallen nur deren Geldwert an den Kunden auszugeben, könnten auch andere Banken auf ähnliche Gedanken kommen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Rentenpaket: 200 Milliarden Euro Aktienkapital für die Rente - wird unser Geld verzockt?
04.03.2024

Aktienrente - so lautet ein Prestigeprojekt der FDP seit dem Wahlkampf 2021. Doch inzwischen ist wenig passiert, seit Monaten kündigt die...

DWN
Technologie
Technologie DWN-Interview: Deutschland mit E-Autos in die Sackgasse?
04.03.2024

Die EU will ein Ende des Verbrenner-Motors. Doch was würde ein Umstieg auf Elektromobilität für die Bewegungsfreiheit der Bürger und...

DWN
Politik
Politik Lauschangriff aus Russland: Deutschlands Spionageabwehr unzureichend - sind wir zu naiv?
04.03.2024

Die Bundeswehr soll Gefahren von außen abwehren. Doch das Gespräch zweier Offiziere der deutschen Luftwaffe ist zu einem...

DWN
Panorama
Panorama GDL-Streik - Weselsky setzt auf Wellenstreiks bei neuem Bahn-Ausstand
04.03.2024

Bahn-Streik - schon wieder! Ab Mittwoch um 18:00 Uhr ruft die Lokführergewerkschaft GDL zu einem 35-Stunden-Streik bei der Deutschen Bahn...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Wachstumsschub durch generative KI? Damit rechnen Datenexperten!
04.03.2024

Die deutsche Wirtschaft könnte mit breiter und schneller Anwendung generativer Künstlicher Intelligenz (genKI) kräftig wachsen. So die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mehr Firmenpleiten 2024 erwartet
04.03.2024

Droht eine Insolvenzwelle in Deutschland? Nach Einschätzung des Finanzinformationsdienstes Crif wird die Zahl der Firmenpleiten in...

DWN
Politik
Politik Abhörskandal Taurus: Welche Konsequenzen folgen nun?
04.03.2024

Hat die Spionageabwehr in Deutschland Lücken? Das zumindest scheint wahrscheinlich nach dem Skandal um ein mutmaßlich durch Russland...

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank-Initiative: Bargeld muss erhalten bleiben
04.03.2024

In Deutschland werden Barzahlungen zunehmend erschwert. Auf Initiative der Bundesbank setzt sich nun das Nationale Bargeldforum für den...