Politik

Weiterbildungen kosten Deutschlands Beschäftigte Milliarden

Lesezeit: 1 min
03.04.2019 11:37
Deutsche Unternehmen investieren immer mehr Geld in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Derzeit sind es pro Jahr 11,1 Milliarden Euro. Auch die Arbeitnehmer selbst nehmen zunehmend mehr Geld in die Hand, um sich weiter zu qualifizieren. Sie investieren pro Jahr 9,5 Milliarden Euro in die Erweiterung ihrer Fähigkeiten.
Weiterbildungen kosten Deutschlands Beschäftigte Milliarden

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Mittlerweile fordern immer mehr Experten, für Weiterbildungen nicht einfach nur ein Zertifikat auszustellen, sondern ihnen die Funktion eines Bausteines für einen klassischen Berufsabschluss zuzuerkennen. Auf diese Weise könnten Mitarbeiter, die über keinen formalen Abschluss verfügen, dafür aber über Berufserfahrung sowie viele Weiterbildungen, einen regulären Abschluss erlangen, beispielsweise als Geselle, Facharbeiter oder Kaufmann. Das würde sowohl dem Mitarbeiter zu Gute kommen als auch potentiellen Arbeitgebern. Für sie wäre es einfacher, zu erkennen, dass ein Bewerber auch tatsächlich über die Fähigkeiten verfügt, die für eine ausgeschriebene Stelle notwendig sind.

Mittlerweile wird sowohl von Arbeitgeber- als auch von Arbeitnehmerseite immer mehr Kritik am Staat geäußert, weil dieser die Weiterbildung den Betrieben und den Beschäftigten aufbürdet und selbst zunehmend weniger Geld für Weiterbildungszwecke in die Hand nimmt. Derzeit sind es 6,3 Milliarden Euro pro Jahr - in den 90er Jahren waren es noch rund neun Milliarden Euro.

Davon, dass der Staat in den nächsten Jahren wieder mehr Geld in Weiterbildung investieren wird, ist allerdings angesichts der nachlassenden Konjunktur und des dadurch wahrscheinlichen Rückgangs an Steuereinnahmen eher nicht auszugehen. Und so werden die Unternehmen und Beschäftigten voraussichtlich auch in Zukunft den Löwenanteil an den Weiterbildungskosten tragen. Das ist ein Ärgernis - aber angesichts des Umstands, dass lebenslanges Lernen immer unverzichtbarer wird, aller Voraussicht nach ein unvermeidbares.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Weniger Administration, mehr Innovation: Digitale bAV-Verwaltung schafft Raum für Neues

Was macht einen Arbeitsplatz attraktiver als andere. Sicherlich mehr als nur das monatliche Gehalt. Langfristiges Denken kann sich für...

DWN
Finanzen
Finanzen „Gefährliche Schuldenblase“: Wenn China fällt, bekommen wir eine globale Finanzkatastrophe

Chinas Schuldenblase steht Analysten zufolge kurz vor einer Explosion. Sollte diese Hiobsbotschaft tatsächlich eintreten, würde dies...

DWN
Politik
Politik Gelöschter Regierungsbericht belegt die Bereitschaft der Bürger zum Gehorsam

Ein Bericht, der von der britischen Regierung versehentlich veröffentlicht wurde, enthält einige Lehren aus der Corona-Pandemie. Er zeigt...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Geld-Bazooka der Notenbanken ist am Ende: Börsen werden crashen, doch Panikverkäufe wären falsch

Der herrschenden Analysten-Meinung zufolge werden die Börsen aufgrund von längst überfälligen Korrekturen crashen. Doch sie raten von...

DWN
Finanzen
Finanzen Der neue Bitcoin-ETF ist eine Falle – wie einst der erste Gold-ETF

Der erste Bitcoin-ETF hat den Handel aufgenommen. Doch der Goldexperte Tom Luongo warnt Anleger. Denn er kennt diese Falle aus dem...

DWN
Politik
Politik Nach Drohung von Erdogan: USA lenken bei Botschafter-Streit mit der Türkei ein

Die USA, Kanada, die Niederlande und Neuseeland haben der türkischen Regierung mitgeteilt, dass sie sich künftig nicht in die inneren...

DWN
Finanzen
Finanzen „Größter Crash der Geschichte“: Experten empfehlen Anlegern schnell zu handeln, um Vermögenswerte zu schützen

Finanzexperten empfehlen Klein- und Großanlegern, dass sie ihre Anlagestrategien überdenken, bevor es zu spät ist. Denn auf die Welt...

DWN
Deutschland
Deutschland Tschetschenische Mafia bewachte deutsche Polizeigebäude

Mitglieder der tschetschenischen Mafia haben in den vergangenen Jahren deutsche Polizeigebäude bewacht. Darunter auch solche, die von...

DWN
Politik
Politik Ein Plädoyer für die freie Marktwirtschaft in Zeiten sozialistischer Machtphantasien

Der Ökonom Murray Rothbard hatte sich Zeit seines Lebens für die freie Marktwirtschaft eingesetzt. Er lehnte jede Form des Sozialismus...