Politik

Kurden geben Wasserkraftwerk an Syrien zurück

Lesezeit: 1 min
23.05.2019 17:17
Die Kurden-Miliz YPG/PKK hat am Donnerstag die Kontrolle über das Wasserkraftwerk an der Tabqa-Talsperre der syrischen Regierung zurückgegeben. Die Miliz hielt das Kraftwerk seit 2017 besetzt.
Kurden geben Wasserkraftwerk an Syrien zurück
Die Tabqa-Staudamm wird von der YPG/PKK, die eine Miliz der Kurden ist, kontrolliert. (Grafik: Google Maps)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Kurden-Miliz YPG/PKK hat sich am Donnerstag mit der Regierung in Damaskus darauf geeinigt, das Wasserkraftwerk an der Tabqa-Talsperre an das Stromnetz der syrischen Regierung anzubinden, berichtet Bursada Bugün. Zuvor hatte sich die Kurden-Miliz gegen eine Kooperation mit der syrischen Regierung ausgesprochen.

Im Westen von Rakka wurde am 13. Mai 2017 der Tabka-Staudamm von der YPG/PKK übernommen. Der Tabka-Staudamm hat eine große Energie- und Bewässerungsinfrastruktur mit einer Jahresproduktion von 824 MW und einem 60-Meter-Akkumulationsbecken, der Al-Assad-See genannt wird. Der Al-Assad-See, mit einer Fläche von 630 Quadratkilometern, ist Syriens größtes Wasserreservat. Der Tabka-Staudamm kann zehn Quadratkilometer Wasserkapazität aufnehmen und Trinkwasser für das Stadtzentrum von Aleppo, Manbidsch und Ayn al-Arab (Kobani) bis zur irakischen Grenze liefern.

Die militärische Lage in Idlib und Hama

Währenddessen finden in der nordwestlichen syrischen Provinz Idlib Gefechte statt. Artillerieeinheiten der Syrischen Arabischen Armee (SAA) zerstörten am Donnerstag Militärfahrzeuge und Geräte der der al-Nusra-Front (heute Hayat Tahrir al-Sham - HTS) in den Städten al-Habeitt und Kafar Nabouda in Hama und Idlib, meldet die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA. Alleine am Mittwochmorgen wurden 500 HTS-Söldner, sieben Panzer, vier gepanzerte Fahrzeuge, 30 Pickups mit präparierten MGs und zwei Fahrzeuge, die für Selbstmordanschläge mit Sprengstoff präpariert wurden, zerstört und eliminiert.Zuvor hatten Drohnen, die HTS zugeordnet wurden, Bomben auf die Al-Zara-Kraftwerksanlage in der südlichen Landschaft von Hama abgeworfen. Die Anlage wurde schwer beschädigt.

Am vergangenen Samstag hatten HTS-Söldner sechs Raketen auf den syrisch-russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim abgefeuert. Die Raketenangriffe wurden durch die syrisch-russische Luftabwehr vereitelt, berichtet die türkische Zeitung Habertürk. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden in den darauffolgenden Tagen - einschließlich Donnerstag - erneute Raketenangriffe auf Hmeimim beobachtet.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Interview mit Angela Merkel: "Man kann auch etwas von mir lernen"

DWN-Autor Arno Luik hat im März sein Buch "Als die Mauer fiel, war ich in der Sauna. Gespräche über den Wahnsinn unserer Zeit"...

DWN
Deutschland
Deutschland Rheinmetall: Wandel durch Krieg

"Wandel durch Handel": Bis vor kurzem galt dieses Motto noch.

DWN
Deutschland
Deutschland Ernst Wolff: "Friedrichs Traum von der Freiheit"

Ernst Wolff hat ein neues Buch veröffentlicht, das wir an dieser Stelle besprechen.

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Technologie
Technologie Steht die Atomkraft vor einer Renaissance? Teil 2

Lesen Sie den zweiten Teil der Atomkraft-Analyse von Nicolas Dvorak: Die Bundesregierung könnte den Ausstieg aus der Atomkraft...

DWN
Politik
Politik Widerstand wächst: Befreit sich Südamerika von der Knute der USA?

Lesen Sie die große Analyse von DWN-Autor Rüdiger Tessmann: Wie Südamerika zwei Jahrhunderte lang unter US-amerikanischer Herrschaft...

DWN
Politik
Politik Macron will die EU abschaffen

Kaum jemand bekam mit, welche Pläne der französische Präsident diese Woche verkündete.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Trotz Sanktionen: Russlands Einnahmen aus dem Ölgeschäft steigen um 50 Prozent

Russlands Öl-Einnahmen sind dieses Jahr um rund 50 Prozent gestiegen, sagt die Internationale Energieagentur. Die Sanktionen gegen das...