Finanzen

Russland: Zentralbank kündigt mehrere Leitzins-Senkungen an

Lesezeit: 1 min
04.07.2019 16:17
Die russische Zentralbank hat angekündigt, die Wirtschaft des Landes min den kommenden Monaten mit mehreren Leitzinssenkungen zu unterstützen.
Russland: Zentralbank kündigt mehrere Leitzins-Senkungen an
Die Vorsitzende der russischen Zentralbank, Elwira Nabiullina. (Foto: dpa)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die russische Notenbank will die Zinsen zur Ankurbelung der Konjunktur schrittweise senken. "Wir werden moderat vorgehen, damit sich die Wirtschaft auf unseren neuen Kurs einstellen kann", sagte Zentralbankchefin Elvira Nabiullina in einem am Mittwoch veröffentlichten Reuters-Interview. Die Phase, die geldpolitischen Zügel zu lockern, solle bis Mitte 2020 abgeschlossen sein. Wenn der Leitzins eine Spanne von sechs bis sieben Prozent erreicht habe, seien die Auswirkungen der Geldpolitik neutral, also weder konjunkturbremsend noch konjunkturfördernd. Bei der letzten Sitzung im Juni hatte die Zentralbank den Leitzins um 25 Basispunkte auf 7,50 Prozent gesenkt.

Die russische Notenbankchefin geht davon aus, dass der Handelsstreit zwischen China und den USA nicht in nächster Zeit beigelegt werden kann. Die Auseinandersetzung schürt seit Monaten die Sorgen um die Weltwirtschaft und belastet die Währungen von Schwellenländern. Als weiteres Risiko sieht die russische Zentralbank einen möglichen Preisrückgang für Öl.

Fortschritte seien dagegen beim Kampf gegen Geldwäsche erzielt worden. "Das Problem, dass illegale Einkommen durch das Bankensystem rein gewaschen werden, haben wir weitgehend gelöst", sagte Nabiullina. Allerdings müsse man wachsam bleiben. Nach der Schließung Dutzender Geschäftsbanken in den vergangenen Jahren sei der russische Bankensektor auf einem guten Weg, in diesem Jahr höhere Gewinne als 2018 zu erzielen. Als nächster Schritt stehe an, die geretteten Geldinstitute auf einen Verkauf am Markt vorzubereiten und sie in Banken mit einem hohen Streubesitz umzuwandeln.

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen China macht Schanghai zum Versuchslabor für die Globalisierung des Yuan

Chinas Regierung forciert die Internationalisierung der Landeswährung Renminbi. Am Finanzplatz Schanghai sollen umfassende...

DWN
Politik
Politik „Falsche“ Corona-Berichterstattung: Youtube sperrt Sky News Australia

Die Videoplattform Youtube zensiert den australischen Sender Sky News. In Deutschland ist die Zensurpolitik illegal, urteilte vor Kurzem...

DWN
Politik
Politik Scholz wird kreativ: Wer sich impfen lässt, soll auch eine Gratis-Bratwurst bekommen

Finanzminister Olaf Scholz ist eigentlich kein kreativer Mensch. Doch nun kommt er mit einer außerordentlich grandiosen Idee an. Wer sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Serie „So werde ich zum Anleger“: Das Portfolio

Einsteiger verzweifeln oft, wenn sie in Fonds, ETFs oder Aktien investieren wollen. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, auf welche...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft US-Studien widerlegen den Mythos von der chinesischen „Schuldenfalle“

In den Medien wird häufig davon berichtet, dass China mithilfe der Kreditvergabe an ärmere Staaten politische Abhängigkeiten schaffe....

DWN
Technologie
Technologie Russland baut zwei „Doomsday Jets“ für Regierung und Militärspitze

Die russische Regierung hat den Bau zweier Spezialflugzeuge veranlasst, welche im Falle eines Atomkrieges die Regierung und...

DWN
Deutschland
Deutschland Eine Woche nach CSD-Parade mit 80.000 Teilnehmern - Berlin setzt Demo-Verbote gegen Corona-Politik durch

Eine Woche, nachdem 80.000 Teilnehmer der Schwulen-, Lesben und Queer-Parade CSD in Berlin ausgelassen feierten, verbietet die...

DWN
Deutschland
Deutschland Direkte Demokratie in Deutschland? Nichts könnte für Merkel unwichtiger sein

Der Verein „Mehr Demokratie“ gibt der Bundesregierung beim Thema Volksentscheide und mehr direkte Demokratie eine glatte „6„.