Gemischtes

Von der Leyen will Reduktionsvorgaben für CO2 deutlich verschärfen

Lesezeit: 1 min
15.07.2019 14:26
Ursula von der Leyen will die Reduktionsziele für Gase wie Kohlenstoffdioxid massiv verschärfen, falls sie neue EU-Kommissionspräsidentin wird. Schon an den derzeit gültigen Vorgaben gab es Kritik.
Von der Leyen will Reduktionsvorgaben für CO2 deutlich verschärfen
Ursula von der Leyen im EU-Parlament in Brüssel. (Foto: dpa)

Mehr zum Thema:  
Klima >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Klima  

Ursula von der Leyen will bei einer Bestätigung durch das EU-Parlament als neue EU-Kommissionspräsidentin die Ziele für die Senkung von Gasen wie Kohlenstoffdioxid verschärfen. Sie schlage bis 2030 eine Reduktion des Kohlendioxidausstoßes von mindestens 50 Prozent im Vergleich zu 1990 vor, schreibt die CDU-Politikerin in einem Reuters am Montag vorliegenden Brief an Parteien der Liberalen und der Sozialdemokraten, wie Reuters berichtet. Bis 2021 wolle sie in Klimaverhandlungen einen Plan vorlegen, wie sich auf "verantwortliche Weise" 55 Prozent erreichen ließen. Bis 2050 solle die EU klimaneutral werden, hieß es.

Die EU-Kommission will derzeit den Ausstoß von bestimmten Gasen bis 2030 um 40 Prozent senken. Danach sollen die Emissionen bis 2050 um insgesamt 60 Prozent zurückgehen.

Von der Leyen macht die Vorschläge in Antwortbriefen an die beiden Parteienfamilien. In den Schreiben stellte sie auch Mindestlöhne in den EU-Ländern sowie eine Reform der Aufsicht von Recht und Gesetz in den Staaten und der Flüchtlings- und Außenpolitik in Aussicht.

Eine Kommission des Bundesverkehrsministeriums hatte im März ausgerechnet, dass Deutschland zwischen 160 und 200 Milliarden Euro investieren müsse, um die bestehenden Emissionsziele der EU zu erreichen. Die VW-Tochter MAN kritisierte die Reduktionsziele für Kohlenstoffdioxid vor Kurzem als vollkommen überzogen. Die EU gebe sehr hohe Ziele vor, ohne dass die Infrastruktur zur Erreichung der Ziele bestehe.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Klima >

DWN
Politik
Politik Die EU im Klima-Wahn: Unsinnige Verordnungen, der kommende Blackout und der Mensch als Sünder

DWN-Kolumnist Ronald Barazon nimmt die "Klima-Agenda" der EU Stück für Stück auseinander und zeigt ihre massiven Ungereimtheiten auf. Am...

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank-Chef Weidmann erwartet Inflationsrate von 5 Prozent

Die Kritik von Jens Weidmann im EZB-Rat an der inflationären Geldpolitik der Notenbank ist verhallt. Daher erwartet der...

DWN
Technologie
Technologie „Technologietransfer ist immer die Folge einer verfehlten Politik“ - wie Nuklear-Innovationen aus Deutschland verdrängt werden

Kernenergie spielt in den Planungen der Bundesregierung keine Rolle mehr. Doch kann der Ausstieg aus fossilen Energieträgern ohne sie...

DWN
Finanzen
Finanzen Family Offices der Superreichen setzen auf Bitcoin

Nach Angaben von Goldman Sachs, haben zahlreiche Family Offices, mit denen die Investmentbank zusammenarbeitet, bereits in Bitcoin...

DWN
Politik
Politik Iran eröffnet Öl-Pipeline zur Umgehung der Straße von Hormus

Der Iran hat eine strategisch wichtige Öl-Pipeline in Betrieb genommen. Dadurch wird es Teheran möglich sein, die Straße von Hormus zu...

DWN
Politik
Politik Leere Regale und volle Mülltonnen: Staatlich angeordnete Corona-Isolation bringt Großbritannien an den Rand des Kollapses

Die staatlich verordnete Isolierung von Millionen Bürgern bringt das Gesamtsystem an den Rand des Kollapses.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Das Fiat-Geldsystem der Zentralbanken baut auf einer großen Lüge auf

Die massive Ausgabe von Fiat-Geld durch die Zentralbanken schafft die Illusion von Wohlstand. Das Geld, das aus dem Nichts geschaffen wird,...

DWN
Politik
Politik Eric Clapton droht mit Absage von Konzerten, wenn von seinen Fans Impfnachweise verlangt werden

Der Musiker Eric Clapton hat unmissverständlich deutlich gemacht, dass er seine künftigen Konzerte absagen werden, wenn von seinen Fans...