Finanzen
Positive Signale aus China

Platin holt mit starkem Preisanstieg zu Gold und Silber auf

Der starke Preisanstieg bei Platin in dieser Woche ist unter anderem auf eine Ankündigung Chinas zurückzuführen, das die schwächelnde Autoindustrie stützen will.
30.08.2019 16:43
Lesezeit: 1 min
Platin holt mit starkem Preisanstieg zu Gold und Silber auf
Platin verzeichnete diese Woche einen Preisanstieg um knapp 10 Prozent. (Grafik: ariva.de)

China startet eine Reihe von gezielten Konjunkturmaßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft, die sich aufgrund der Auswirkungen der schwachen Inlandsnachfrage und des sich verschärfenden Handelskriegs mit den USA eingetrübt hat. Dabei soll vor allem auch der schwächelnde chinesische Automobilmarkt gestützt werden. Da China der weltweit größte Absatzmarkt für Autos ist, hat die Ankündigung weitreichende Auswirkungen.

Auf der Webseite der chinesischen Regierung wurde am Dienstag mitgeteilt, dass man die Beschränkungen beim Autokauf schrittweise lockern oder ganz beseitigen wird. Zudem wolle man den Kauf von bestimmten Fahrzeugen fördern, die mit neuen Energien angetrieben werden.

Außerdem plant China, Anreize für den Bau weiterer Tankstellen in ländlichen Gebieten zu schaffen und Hürden für Investitionen in Kraftstoffgroßhandels- und Speicherunternehmen zu beseitigen, berichtet Bloomberg.

Seit mehr als einem Jahr verzeichnet die Automobilbranche erhebliche Absatzprobleme. Daher ist die Ankündigung aus China für die Hersteller nun eine gewisse Erleichterung. Die europäischen Automobilaktien sind in der Folge bereits deutlich angestiegen, wie Bloomberg berichtet.

Platin mit starkem Preisanstieg holt auf zu Gold und Silber

Noch stärker als bei den Automobilaktien sind die Anstiege beim Platinpreis. Dieser ist seit Dienstag um knapp 10 Prozent angestiegen. Eine Unze Platin kostete am Freitagnachmittag rund 940 Dollar - so viel wie zuletzt im Frühjahr 2018.

Platin wird bei der Herstellung von Katalysatoren verwendet, mit denen alle modernen Automobile ausgestattet sind, um Emissionen von schädlichen Verbindungen im Autoabgas reduzieren, darunter Kohlenmonoxid und Stickoxide. Für die Herstellung eines Standardkatalysators benötigt man in Abhängigkeit von Hersteller und Modell etwa 3 bis 7 Gramm Platin.

Mit dem starken Preisanstieg in dieser Woche hat Platin, das neben seiner Verwendung in der Industrie auch als Geldanlage dient, auch zu den anderen Edelmetallen aufgeholt. Seit Jahresbeginn haben Gold und Silber um 19 Prozent beziehungsweise um 18 Prozent zugelegt. Und nach den letzten starken Tagen liegt nun auch der Platinpreis bei einem Plus seit Jahresbeginn von mehr als 18 Prozent.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen KI-Recruiting: Chancen und Risiken bei der digitalen Personalauswahl
06.01.2026

Algorithmen führen Bewerbungsgespräche, analysieren Lebensläufe und treffen Vorauswahlen. Doch die KI-Rekrutierung birgt Risiken. Der...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldman-Sachs-Aktie im Aufwind: Analysten loben Coinbase für Wachstumsschub
06.01.2026

Goldman Sachs rückt Coinbase ins Rampenlicht und hebt die Aktie auf "Kaufen". Nach einem Jahr schwacher Performance erkennen Analysten...

DWN
Finanzen
Finanzen Inflation und Kaufkraft: Was auf Haushalte 2026 zukommt
06.01.2026

Die Inflation ist zurück auf Normalmaß – zumindest statistisch. Doch im Alltag fühlt sich wenig davon an. Dienstleistungen bleiben...

DWN
Finanzen
Finanzen Adidas-Aktie verliert 2,2 Prozent: Analyst zweifelt an WM-Fantasie
06.01.2026

Die Adidas-Aktie hat sich zuletzt spürbar erholt, doch nun kommt Gegenwind aus unerwarteter Richtung. Eine doppelte Abstufung durch die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Viel Öl, aber eine Wirtschaft in katastrophalem Zustand: Was man über Venezuela wissen sollte
06.01.2026

Donald Trump will die venezolanischen Ölvorkommen nutzen. In dem von einer schweren Krise gezeichneten Land ist der US-Konzern Chevron...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Chemieindustrie: BASF investiert Milliarden in China trotz geopolitischer Risiken
06.01.2026

Im ersten Quartal des Jahres eröffnet BASF sein neues Werk in China. Mit rund 8,7 Milliarden Euro ist das Werk im chinesischen Zhanjiang...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Wall Street im Aufwind: Energie- und Bankensektor treiben Rallye an
06.01.2026

Die US-Aktienmärkte starteten mit starken Gewinnen in die Woche, angeführt von Energieerzeugern und dem Finanzsektor. Auftrieb erhielten...

DWN
Finanzen
Finanzen Wirtschaftliche Schwergewichte schlagen Alarm über neue Währung: Top-Ökonom fürchtet Panik
05.01.2026

Die Analyse ist ziemlich beunruhigend: Die USA befinden sich mitten in einem finanziellen Experiment. Wenn es schiefgeht, kann es in einer...