Deutschland

Nun offiziell: Die deutsche Wirtschaft schrumpft

Lesezeit: 1 min
22.04.2013 13:51
Die deutsche Wirtschaft ist im vierten Quartal des Jahres 2012 geschrumpft. Auch für 2013 sieht es nicht viel besser aus.
Nun offiziell: Die deutsche Wirtschaft schrumpft

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Konkrete Wirtschaftsdaten für das erste Quartal will das Bundesfinanzminsterium erst Mitte Mai vorlegen. In seinem Monatsbericht für April heißt es aber spekulativ: „Nach der konjunkturellen Abschwächung zum Ende des vergangenen Jahres dürfte sich die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland im 1. Quartal 2013 wieder stabilisiert haben.“ Einen Beweis für diese grundlegende Hauptaussage wird jedoch nicht geliefert.

Auch über die Entwicklung des Konsumverhaltens  wird keine auf konkreten Fakten fundierte Aussage getroffen. Die Konsumtätigkeit sei zwar „robust“, trotzdem „sei vor dem Hintergrund des aktuellen Indikatorenbildes nicht davon auszugehen, dass sich die private Konsumaktivität zu Jahresbeginn deutlich belebt hat.“ Ein Widerspruch in sich. Das Konsumklima gilt jedoch als treibende Kraft für die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland.

Auch das Geschäftsklima ist alles andere als stabil. Laut einer Umfrage der KfW-Gruppe wird jede zweite Gründungsplanung wegen finanzieller Hürden oder fehlender Perspektive abgebrochen (mehr hier). Auch in Deutschland steigt die Angst vor einer Zwangsabgabe wie nach Vorbild Zyperns. Die SPD hat die Bürger schon aufgerufen, sie sollen alle ihr Geld auf die Bank bringen (hier).

Die deutsche Wirtschaft ist, wie von Wirtschaftsminister Rösler bereits irrtümlich bekanntgegeben, im vierten Quartal 2012 um „0,6 Prozent“ geschrumpft.  Für das gesamte Jahr 2013 soll es aber ein Wachstum von 0,4 Prozent geben. Eine optimistische Prognose, auch anhand der Grafik des Finanzministeriums, in der alle Indikatoren einen Abwärtstrend abbilden (siehe Grafik). Man könnte also genau so gut urteilen, dass sich „die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland“ im ersten Quartal nicht erholt haben dürfe.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..



DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Finanzen
Finanzen Target2 macht's möglich: Deutsche Netto-Auslandsvermögen in Gefahr

Die Target-Forderungen Deutschlands innerhalb der EU haben längst astronomische Höhen erreicht. Ökonomen hatten zuvor inständig davor...

DWN
Politik
Politik Drohung aus der EU: „Angriff auf Ukraine heißt: sofortiges Öl/Gasembargo“ gegen Russland

Ein hochrangiger deutscher EU-Vertreter droht Russland bei einem Angriff auf die Ukraine mit einem Gas-Embargo, einem Ausschluss aus dem...

DWN
Politik
Politik Drei Brennpunkte bedrohen den Frieden: Schickt der Westen nur Berater - oder seine Armeen?

In seinem meinungsstarken Artikel analysiert DWN-Kolumnist Roland Barazon die weltweite Sicherheitslage.

DWN
Finanzen
Finanzen Explosion der Immobilien-Preise: Mieten lohnt sich immer öfter als Kauf

In 51 von 75 Städten ist die finanzielle Belastung durch die Miete geringer als beim Kauf. Die Unterschiede sind vor allem in den...

DWN
Deutschland
Deutschland Ernste Lage: Versorgungsengpass bei Lebensmitteln und Rohstoffen droht

In zahlreichen Branchen innerhalb der deutschen Lieferkette droht ein Kollaps bei der Versorgung. „Dann sprechen wir nicht mehr bloß...

DWN
Politik
Politik EU-Direktorin für Impfstoff-Zulassung war Pharma-Lobbyistin – unter anderem für AstraZeneca

Die aktuelle Direktorin der Europäischen Arzneimittelagentur, die für die Impfstoffzulassung verantwortlich ist, war zuvor für den...

DWN
Deutschland
Deutschland Gesetzes-Verschärfung steht bevor: Regierung will deutschlandweite Ausgangsbeschränkungen - Bundestag dürfte zustimmen

Die Bundesregierung will mittel einer Gesetzesverschärfung die Einspruchmöglichkeiten der Länder brechen.

DWN
Finanzen
Finanzen Banken sprechen von "Verwahrentgelt": In Wahrheit handelt es sich um Strafzinsen

Immer mehr deutsche Banken und Sparkassen berechnen ihren Kunden Strafzinsen.