Deutschland hat die höchsten Energie-Preise in Europa

 

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31.05.2013 01:21
Nur in Zypern zahlen die Kunden für Strom und Gas ähnlich hohe Preise wie in Deutschland. Die Energie-Wende führt zu einem eklatanten Wettbewerbsnachteil für Deutschland.
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Einem Bericht des Europäischen Statistikamtes Eurostat zu Folge steigen die Energiepreisen in der EU weiterhin stark an. Auch Deutschland hatte im zweiten Halbjahr 2012 einen Anstieg von sechs Prozent zum Vorjahr zu verzeichnen. Dabei liegt das Land ohnehin bereits am oberen Ende der Preisskala.

Die durchschnittliche Teuerung beim Strom betrug in den EU27 6,6 Prozent. Gas war im Mittel sogar 10,3 Prozent teurer als im Vergleichszeitraum 2011. Die größten Preisanstiege hatten jene EU-Staaten zu verkraften, die auch am stärksten von der Schuldenkrise betroffen sind. In Zypern betrug der Anstieg 21 Prozent, in Griechenland 15 Prozent, in Italien elf Prozent und in Irland und Portugal jeweils zehn Prozent. Preisrückgänge konnten hingegen in Schweden, Ungarn und Finnland beobachtet werden.

Der durchschnittliche Strompreis in der EU betrug 19,7 Euro pro 100 Kilowattstunde (kWh). In Kaufkraftstandards (KKS) ausgedrückt wurden die niedrigsten Strompreise für Haushalte in Finnland (12,7 KKS pro 100 kWh), Frankreich (13,0), Luxemburg (14,0) und Schweden (15,5) verzeichnet. Am teuersten ist Strom in Zypern (32,9). Gleich danach folgt Deutschland mit einem Durchschnittspreis von 26,8 Euro je Kilowattstunde (bzw. 25,9 KKS).

Der durchschnittliche Gaspreis in der EU27 betrug 7,2 Euro pro 100 kWh. Nach Kaufkraftbereinigung wurden die niedrigsten Gaspreise für Haushalte in Luxemburg (4,9 KKS pro 100 kWh), dem Vereinigten Königreich (5,3), Rumänien (5,5), Frankreich (6,1) und Irland (6,2) verzeichnet. Am meisten für ihr Gas bezahlen mussten Bulgaren (12,3), Griechen (11,3), Portugiesen (10,6), Ungarn (10,4), Spanier und Litauer (je 10,0). Im Gegensatz zu den Strompreisen lag Deutschland beim Gas mit 6,5 Euro bzw. 6,3 KKS pro Kilowattstunde im unteren Mittelfeld. Die Preissteigerung zum Vorjahr betrug hier moderate 1,2 Prozent.

Dass die deutschen Konsumenten im Vergleich zu anderen Ländern beim Strom besonders tief in die Tasche greifen müssen, ist hinlänglich bekannt (mehr hier). Die privaten Abnehmer müssen für die Kosten der Energiewende aufkommen, während Großverbraucher zahlreiche Vergünstigungen erhalten.


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